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Google Adsense-Anzeigen vs. Affiliate-Marketing

Adsense Anzeigen vs. Affiliate Marketing

Will man mit seiner Webseite nebenbei Geld verdienen, bieten sich 2 Möglichkeiten an.

  1. Textanzeigen und Banner auf der Webseite schalten.
  2. Produkte als Affiliate auf der Webseite präsentieren und weiterempfehlen.​

In diesem Artikel berichte ich von meinen Erfahrungen, die ich mit Adsense und dem Einblenden von Affiliate-Werbung gemacht habe.

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Adsense Anzeigen

Vorteile

Flexible Positionierung

Die Banner können an einer bestimmten oder beliebigen Position platziert werden.

  • z. B. über dem Artikel
  • unter dem Artikel,
  • rechts in der Navigationsleiste.

Der Integrationsaufwand ist einmalig. Ändern sich die Inhalte auf der Webseite, passen sich die Inhalte der Anzeigen automatisch an.

Kontextsensitive Werbung

Je nach Textinhalt blendet Adsense immer andere Empfehlungs-Links bzw. Banner ein. Stets passend zum geschriebenen Thema.

  • Google-Adsense-Anzeigen können als ergänzende, weiterführende Informationen zu den Inhalten der eigenen Webseite angesehen werden.

Responsive Darstellung

Es gibt spezielle Responsive-Werbeblöcke.

Damit werden die Anzeigen auf allen Endgeräten (PC, Tablet, Smartphone) gleichermaßen gut dargestellt.

Außerdem kann ein Werbeblock aktiviert werden, die nur am unteren Rand des Displays von mobilen Geräten angezeigt werden.

Ebenso gibt es eine Vollbildanzeige, der das ganze Display des Smartphones ausfüllt und die manuell geschlossen werden muss, damit die Webseite wieder angezeigt wird.

Vergütung pro Klick

Vergütet wird pro Klick auf einen Adsense-Link.
(PPC genannt. Steht für "Pay per Click", die Vergütung pro Klick auf das Werbemittel.)

Der Verdienst liegt zwischen 1 Cent und mehreren Euros, abhängig davon, wie viele Werbekunden mit Google Adwords zu diesem Themengebiet Anzeigen schalten.

Ein großer Vorteil dabei ist, dass es keine Rolle spielt, welche Aktionen der Anzeigen-Klicker auf der verlinkten Webseite durchführt.


Nachteile

Sinkende Verweildauer

Ein Besucher bleibt weniger lang auf der Webseite.

  • Viele Klicks auf Adsense-Anzeigen bedeuten auch:
    Viele Besucher verlassen die Webseite wieder, anstatt sich z. B. noch eine weitere Seite anzusehen oder den Newsletter zu abonnieren.

Schwere Kontrolle der Anzeigeninhalte

Es ist nie ganz ausgeschlossen, dass die Besucher über eine geschaltete Anzeige auf unseriöse Angebote gelangen.

Keine Provision auf Verkaufsabschlüsse

Jeder Klick wird vergütet, dafür entfällt die Provision bei einem Verkaufsabschluss. Hier ist abzuwägen, was einem mehr Geld einbringt.


Affiliate Werbung

Vorteile

Freie Auswahl der Werbung

Man bestimmt selbst aus einer Vielzahl von Produkten, welches man bewirbt.

  • Bei Adsense-Anzeigen bleibt die Auswahl dem Zufall hinterlassen.
  • Adwords bietet Retargeting an (Remarketing genannt), sodass Anzeigen erscheinen können, die nicht themenrelevant sind.

Freie Auswahl der Werbeform

Man bestimmt selbst, welche Werbeformen (z. B. Banner, Textlinks) einem für die Einblendung auf der Webseite am besten gefallen bzw. am besten zum Design der Seite passen.

Unauffällig, gut integrierbar

Die Werbung für Affiliate-Links ist unscheinbar über Textlinks möglich. Unauffällig und dezent, aber effizient.

  • Dazu kommt, dass man Affiliate-Links tarnen kann, damit Besucher die offensichtlichen Werbelinks nicht als solche identifizieren können.
    Affiliate-Links sehen so auch viel ästhetischer aus.
  • Für WordPress gibt es dafür Plugins wie PrettyLink oder GhostURL. Im Normalfall tut es auch ein Link-Kürzer wie goo.gl oder bit.ly, was aber wieder zu wenig klick-freudigen, kryptischen Links führt.
  • Amazon-Links dürfen nur mit bit.ly verkürzt werden. Die Links wandeln sich dabei automatisch in amzn.to Links um.
  • Laut den Google Webmaster Richtlinien sollten Affiliatelinks mit dem Linkattribut nofollow gesetzt werden.

Nachteile

Manuelle Anmeldung bei jedem Partnerprogramm

Meist ist eine Anmeldung bei jedem einzelnen Partnerprogramm-Produktbetreibers notwenig.

  • Das liegt daran, dass bestimmte Partner Richtlinien und Kriterien an Affiliates stellen, die manuell geprüft werden.
  • Das kann auch mal mehr Zeit in Anspruch nehmen, wenn der Produktbetreiber nicht gleich zustimmt und etwas Überzeugungsarbeit nötig ist, warum man als Affiliate in Frage kommt.

Mindestauszahlungsbeträge

Häufig gibt es Mindest-Auszahlungsbeträge zwischen 50 und 100 Euro pro Parterprogramm-Netzwerk.

  • Nutzt man unterschiedliche Partnerprogramm-Anbieter, erreicht man die Mindestauszahlungssumme langsamer.

Keine Vergütung pro Klick

Die Vergütung beim Affiliate-Marketing erfolgt meist pro vermitteltem Verkauf und bezieht sich prozentual auf den Netto-Warenwert, den der Kunde für seinen  Einkauf bezahlt hat.

Die Unternehmen gehen somit nicht in Vorleistung. Sie bezahlen nur dann Provisionen, wenn auch Umsätze entstanden sind.

Eine Vergütung pro Klick oder Lead ist bei Partnerprogramm-Netzwerken weniger üblich. Häufiger findet man noch die Bezahlung pro Aktion. Wenn z. B. jemand eine Produktprobe bestellt, sich registriert oder ein Testabo abschließt.

Recherchezeit erforderlich

Passende Partnerprogramme muss man erst mal finden.

  • Ausführliche Informationen zu Partnerprogrammen, zu den Vergütungsformen und den Partnerprogramm-Netzwerken gibt es hier in diesem Beitrag.

Welche Werbeart gewinnt

Auf dieser Seite kommen Affiliate-Werbelinks zum Einsatz. Man kann und darf aber beides miteinander kombinieren. Wichtig ist nur, dass maximal 3 Adsense-Blöcke auf der Seite zu finden sind.

Um mehr Anzeigen unterzubringen, kann man lange Artikel aufteilen, auf mehrere Seiten verteilen und sie miteinander verlinken. Das erhöht die Seitenaufrufe. ​Außerdem kann man einzelne Seiten dadurch besser für die Suchmaschinen optimieren.

Bei mehreren Adsense-Blöcken erhält man für den ersten Block im Quellcode die höchste Vergütung. Werden mehr Adsense-Anzeigen geschaltet werden, sinkt die Vergütung.

Werbung, die im direkten Sichtbereich der Webseite liegt (der Bereich, der ohne Scrolling direkt nach Seitenaufruf sichtbar ist), bringt die höchsten Klickraten.

Ich empfehle, beides auszuprobieren. Die Ergebnisse zu messen und miteinander zu vergleichen. Dann erkennt man, was funktioniert und was nicht.​

In dem man Banner-Rotationen nutzt, findet man heraus, welche Anzeigen-Designs die höchsten Klickraten bringen. Auch Adsense-Anzeigen mit unterschiedlichen Farb-Kombinationen kann man so gegeneinander testen oder abwechselnd schalten, um Bannerblindheit zu verhindern.

  • Die 9 besten WordPress-Plugins für Banner-Rotationen sind hier aufgelistet.

Bannerblindheit ist heute ein großes Problem. Überall gibt es Werbeanzeigen und man blendet sie unbewusst immer mehr aus. Einfache Textlinks sind eine gute Alternative. Sie stören den Lesefluss nicht und nerven nicht.


Blendete man bisher (z. B. für Bücher) Banner von Amazon ein, schreibt man darüber stattdessen ein Review, sagt seine Meinung dazu und platziert einen selbst erstellten Banner mit dem Link zur Review-Seite.

Der Banner ist dann keine Werbung mehr, sondern liefert einen Mehrwert. Er wird auch nicht mehr von Adblockern blockiert.

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  • Updated 26. November 2016
Matthias Szilagyi
 

Matthias Szilagyi ist Onlinemarketer. Es macht ihm Spaß, Produkte zu bewerben sowie Wissen und Erfahrungen weiterzugeben. Das ganze nebenberuflich und stressfrei.