aktualisiert am 26. Okt. 2020

"Sie oder Du?" - Für viele eine schwere Entscheidung. Als Webseitenbetreiber ist wichtig, sich auf eine Anrede zu beschränken, da ansonsten später alle Inhalte angepasst werden müssen.

Eine Alternative dazu ist die unpersönliche Ansprache mit "wir", "man" oder der Schreibstil in der Ich-Form.

  • Erfahre jetzt, welche Ansprache für Deine Zielgruppe angemessen ist und welche Regeln beim Netzwerken zu beachten sind.

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Auf Webseiten und Weblogs

Bleibst Du beim "Sie", bist Du auf der sicheren Seite. Es ist auch abhängig von Deiner Persönlichkeit und welchen Eindruck Du hinterlassen möchtest.

Manche Leser bzw. Zielgruppen finden es unseriös und umprofessionell, wenn sie anfangs geduzt werden.

Das "Du" kannst Du Lesern später anbieten. Es kommt auf die Branche an.

Kommunikation per Telefon und E-Mail als Leitfaden

Wie sprichst Du neue Interessenten an?

  • Wenn sie Dich anrufen?
  • Wenn sie Dir eine E-Mail schicken?
  • Wenn sie Dein Geschäft vor Ort betreten?

Beantworte für Dich diese Fragen und Du findest heraus, welche Schreibform Du für Deine Webseite nutzen solltest. Alles sollte aus einem Guss wirken. Von der Webseite, über die Ansprache, bis zum Verkaufsabschluss.


In den sozialen Netzwerken

Facebook

Hier duzt man sich.

Schaue im Zweifelsfall in die Statusmeldungen Deiner Freude, ob sie das "Du" vorziehen. Manche Leute sind nicht der Typ zum Duzen, deshalb würde ich dann beim "Sie bleiben.

Xing

Ansprache per Sie.

Im B2B-Bereich ist es normal, sich zu Siezen. Ausnahmen bestätigen die Regel, insbesondere wenn man sich schon länger kennt und das "Du" angeboten bekommen hat. Ansonsten ist hier die "Sie"-Form die richtige Wahl.

Linkedin

How do you do

Linkedin ist ein englischsprachiges Businessnetzwerk. Die englische Sprache ist simpel, sodass hier die Wahl der Ansprache wegfällt. "You" steht für beides. Das vereinfacht die Kommunikation und jeder fühlt sich richtig angesprochen.


Auf Blogs in den Kommentaren

Ist es ein sehr persönlicher Blog und schreibt der Autor selbst in der "Du"-Form, würde ich im Kommentar auch beim "Du" bleiben.

Ist es ein Business-Blog, würde ich beim "Sie" bleiben, wenn der Artikel ebenfalls in der Sie-Form geschrieben ist. Kennst Du den Betreiber bzw. Autor persönlich, ist es etwas anderes, dann Duze ruhig. Ansonsten gilt, mit dem "Sie" bist Du auf B2B-Blogs auf der sicheren Seite.

  • Achte im Zweifelsfall darauf, ob andere Kommentatoren Duzen oder Siezen.

Auf Events, Seminaren und Veranstaltungen

Das ist abhängig von der Branche. Im Zweifelsfall beim Erstkontakt Siezen.


Wie ich mich für diesen Blog entschieden habe

Auf diesem Blog habe ich mit der Sie-Form angefangen. Dann habe ich zur man-Form gewechselt, gerade weil es in dieser Branche üblich ist, sich zu Duzen. So war ich flexibler und hielt mir beide Möglichkeiten offen.

Inzwischen Duze ich meine Leser und handhabe es in den Kommentaren so, dass ich Leuten, die mich Siezen, in dieser Form (per "Sie") antworte. Es ist eine Sache des Respekts und wer mich Siezen möchte, darf es tun und erhält eine konforme Antwort zurück.

Mit den E-Mails handhabe ich es genauso. Schreibe ich selbst eine E-Mail, wähle ich häufig die Sie-Form, gerade wenn ich mein Gegenüber noch nicht kenne und nicht weiß, welche Reaktion ich zurückbekomme. Im B2B-Bereich ist das "Sie" häufig die Norm und wird erwartet.


Erfahrungswert eines Marketingleiters

Duzen. Zu 95%+ aller Menschen sind damit einverstanden.

  • es baut Kontakt-Hemmschwellen schneller ab
  • bei ihm gab es bisher nur 1 Interessenten, der das unangemessen fand und mit dem er dann nicht zusammengearbeitet hatte (ihn aus seinem E-Mail-Verteiler löschte)
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über den Autor:

Matthias Szilagyi

Matthias Szilagyi gibt Wissen und Erfahrungen weiter, was Menschen hilft, ihr Business zu verbessern. Gutes Marketing ist für ihn, was Menschen anspricht, ihnen einen Wert bietet und eine natürliche Autorität bewirkt.

  • Ich finde deine Webseite echt toll, habe schon einige Tipps umgesetzt und diese hat mir sehr geholfen. Das mit den Siezen und Duzen ist so eine Sache, ich selbst möchte gerne geduzt werden das finde ich persönlicher und freundschaftlicher. Matthias du leistest echt tolle Arbeit, unter jedem Kommentar findet man eine Antwort von dir zurück das finde ich echt toll. Danke das du dir so viel Zeit nimmst für und Leser.

    Mfg Charlotte

    • Danke Charlotte,

      momentan wird die Seite überarbeitet. Ich übertrage deinen Kommentar, sodass deine Rückmeldung online bleibt. Einiges ändert sich. Heute war mir etwas aufgefallen, was nicht so schön war.
      Bisherige Beiträge wurden aktualisiert. Ich habe die FAQs überarbeitet. Mir von Kollegen etwas abgeschaut und die Ideen für diesen Blog adaptiert. Es sieht alles besser aus, ist übersichtlicher. Manche Beiträge helfen den Lesern dann besser weiter, als bisher. Ich erkläre in einem der kommenden Beiträge auch, wie ich das neue Design umgesetzt habe.

      Bestimmt gefällt es dir. Schau mal wieder vorbei oder abonniere den Newsletter.

      Mit freundlichen Grüßen zurück, Matthias

  • Mein Blog ist ebenfalls in “Du” Form verfasst. Dies liegt auch daran, dass ich dort eine sehr saloppe Schreibweise mit teilweise provokativen und kontroversen Aussagen pflege.
    Die Erlebnisse mit der Anschrift per Vorname und “Sie” sehe ich aber auch sehr häufig. Besonders auf meinen Verkaufsplattformen kommt dies sehr oft vor. In diesem Fall spiegle ich so wie es Hr. Szilagyi (oder doch Matthias 😉 ) beschrieben hat genau das was ich im Anschreiben vorfinde.

    • Hallo Stefan,

      Spiegelungen sind eine interessante Sache. Ich sprach neulich mit jemandem über Spiegelneuronen, dazu gibt es auf YouTube interessante Videos. Etwas Provokation ist angebracht, um Leute aufzuwecken. Es ist jedoch nicht sinnvoll, dauerhaft zu provozieren, sondern die Leute in einem ausgeglichenen Zustand zu entlassen, sodass sie sich am Ende wieder gut fühlen.

      „Wie möchtest du, dass andere dich wahrnehmen und in Erinnerung behalten?“, ist die Frage.

      Kontrovers ist vieles, weil es keine klaren Wahrheiten gibt. Eine Aussage mag der anderen widersprechen und dennoch können beide ihre Gültigkeit behalten.

      Wie ich es sehe: Wenn jemand etwas sagt, was für mich gerade wichtig ist, dann ist mir persönlich das „du“ oder „Sie“ egal.

      Es gibt Typen von Menschen, die eine bestimmte Ansprache bevorzugen, genauso wie manche bestimmte Lokalitäten zum Essen vorziehen. Das Thema ist wichtig, wenn es um Geschäfte geht und darum, ob jemand mich als ernsthaften Geschäftspartner einschätzt. Zum „Du“ kann man immer wechseln, umgekehrt ist es in unserem sozialen Miteinander nur der Fall, wenn man jemandem das „Du“ wieder entzieht, beispielsweise aus Missachtung oder fehlendem Respekt. Beim „Du“ neigen manche dazu, schneller persönlicher zu werden, was sie beim „Sie“ eher weniger tun.

      Sowohl per Sie als auch per Du kann man herzlich miteinander umgehen. Letztlich entscheidet auch die Geschäftsphilosophie darüber, welche Ansprache angemessen erscheint. Wie soll uns der Kunde wahrnehmen?

  • Ich arbeite im Online-Marketing und habe festgestellt, dass viele Dienstleister und Agenturen einen Siezen, aber dann in der Grußzeile nur ihren Vornamen schreiben. Soll das dann eine Aufforderung zum Du sein? Bin mir oft nicht sicher, wie man darauf reagieren soll. Kann man solche Personen dann plötzlich duzen?

    Habe bei einigen dann auch selbst mal in der Antwort nur den Vornamen reingeschrieben, wurde dann aber bis jetzt immer mit Nachname angesprochen.

    Gibt es hier irgendwelche Regeln, die ich nicht kenne?

    • Hallo Jens,

      bei mir ist es teils auch so, dass man beim “Sie” bleibt, obwohl man sich mit Vornamen anspricht.

      Erst gestern hat mich ein Newsletter-Abonnent angeschrieben mit “Hallo Matthias” und dann weiter in der “Sie” Form.

      Ich hab dann mit “Hallo Thomas” und “Sie” Form zurückgeschrieben.

      Ich denke es wird teilweise sehr unterschiedlich gehandhabt. Auch abhängig davon, wie einzelne Firmen das handhaben.

  • So lange es sich um geschäftlichen Kontakt handelt, Sieze ich generell. Wenn ich merke das mein gegenüber nach ein paar Emails etwa in meinem Alter ist, biete ich auch gerne mal das “Du” an 🙂

    • Das ist ein gute Vorgehensweise. Und das macht das “Du” noch einmal zu etwas besonderem. Jeder soll das am Besten auch für sich selbst entscheiden, weil jeder Mensch in einem anderen Umfeld tätig ist und die selbst gemachten Erfahrungswerte mit dem Siezen und Duzen am entschiedensten sind. Ich persönlich komme mit beidem gut klar und bevor ich jemand Älteren Duzen würde, würde ich wahrscheinlich kurz zuvor in seinem Profil nachsehen, wie er sich selbst beschreibt und ob er seine Posts in der “Sie”-Form schreibt. Ist das der Fall, würde ich auf jeden Fall Siezen.

  • Achtung! Auf dem amerikanischen Facebook ist, anders als im Deutschen, das “Du” (thou) ungebräuchlich, dort spricht man sich noch sehr höflich mit “Ihr” (You) an.

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