12

Wie ich automatisiert bis zu 1.000 Besucher im Monat über XING auf meine Seite locke

Mit knapp vier Millionen aktiven Nutzern führt das soziale Netzwerk XING ein ziemliches Schattendasein. Doch durch einige Besonderheiten eignet es sich wie kein zweites Netzwerk, um Traffic zu generieren.

More...

Ich nutze den Traffic, um mein Produkt TerminRetter.de zu bewerben. In diesem Artikel zeige ich Schritt für Schritt, wie ich bis zu 1.000 Besucher pro Monat über XING bekomme.


Warum diese Strategie funktioniert

Eine Besonderheit in XING ermöglicht diese Strategie überhaupt erst: Als Premiumnutzer kann man jeden Besucher seines Profils sehen.

Konkret geht es um den Bereich „Besucher Ihres Profils“ rechts oben nach dem Einloggen.
(Im Bild gelb hervorgehoben)

Besucher des XING-Profils

Wenn ich also das Profil von Hans Mustermann besuche (und er Premiummitglied ist), dann sieht er das und kann direkt mein Profil besuchen. Und weil wir Menschen nun einmal neugierig sind, wollen wir sehen, wer uns da besucht hat.

Ausnutzen kann man dieses Verhalten, indem man auf seinem eigenen Profil an prominenter Stelle einen Link zu seiner Webseite platziert. Ich habe das direkt neben meinem Profilbild gemacht – aber dazu später mehr.

Die Idee ist also wie folgt

  1. Ich besuche das Profil von Hans Mustermann.
  2. Hans sieht, dass ich sein Profil besucht habe, und besucht wiederum mein Profil.
  3. Hans sieht den Link auf TerminRetter.de und klickt darauf.

Ich will den Vorteil dieser Methode mal an ein paar Zahlen verdeutlichen

  • Etwa 50 Prozent aller Mitglieder haben einen Premiumaccount.
  • Etwa 10 Prozent aller besuchten Nutzer besuchen wiederum mein Profil.
  • Etwa 30 Prozent meiner Profilbesucher klicken auf den Link.

Wie man sein Profil vorbereiten muss

Damit diese Strategie aufgehen kann, muss zuerst einmal das Profil vorbereitet werden.

  • Wichtig ist, dass der Link an einer möglichst exponierten Stelle stehen, sodass er von den Besuchern wahrgenommen und geklickt wird.

Im folgenden Bild kann man den Link sehen:

optimiertes XING Profil

Ich empfehle außerdem vor den eigentlichen Link einen kurzen Text zu schreiben. 

Nach meiner Erfahrung erhöht das die Klickrate nochmal deutlich.


Was man für diese Strategie braucht

Der einzige Knackpunkt ist, dass man möglichst viele Profile von anderen Besuchern ohne großen Aufwand besuchen muss.

An dieser Stelle kommt eine interessante Software zum Einsatz: der XING Visitor. Wie der Name schon verrät, macht diese Software nichts anderes als XING-Profile zu besuchen. Und zwar bis zu 1.000 Profile am Tag – Zeitaufwand: 2 Minuten!

Wenn man das mit den obigen Zahlen durchrechnet, kommt man auf etwa 30 Besucher pro Tag, die man so auf seine Seite lotsen kann. Bei mir sind es im Durchschnitt etwa 35 Besucher pro Tag – macht im Monat etwa 1.050 Besucher.

XING Visitor ist nicht kostenlos (es kostet 59 Euro), aber eine wirklich einfache Art, um Traffic für die eigene Seite zu generieren. Der tägliche Aufwand beträgt etwa 2 Minuten zum Starten der Software. Das eigentliche Besuchen der Profile funktioniert dann automatisch und dauert etwa eine Stunde in der man den Computer aber alleine lassen kann.

Wenn man bedenkt wie viele Besucher man damit erzielt, sind die Kosten geradezu lächerlich. Verglichen mit Kosten von 1.50 – 2 Euro pro Klick bei Google-Adwords-Kampagnen haben sich die Kosten für die Software nach ein bis zwei Tagen wieder eingespielt.

Durch die Funktionen der Software ist es außerdem sehr einfach, den Traffic passend für die eigene Seite auszuwählen. So kann man beispielsweise dafür sorgen, dass überwiegend Ärzte und andere Heilberufler besucht werden, indem man nur Profile aus entsprechenden Gruppen einliest.

Genauso lässt sich der Traffic auch auf Personen aus einer bestimmten Gegend in Deutschland einschränken: Wenn ich nur Mitglieder der Gruppe „XING Community München“ auswähle, dann wird auch mein Traffic überwiegend aus Münchnern bestehen.


Fazit

Die hier gezeigte Strategie eignet sich sehr gut, um zusätzlichen Traffic einfach und kostengünstig auf die eigene Webpräsenz zu locken. Durch die Auswahl der einzulesenden Profile kann man den Traffic in seiner demographischen Zusammensetzung steuern und gezielt die eigene Zielgruppe ansprechen.

Teilen:
  • Updated 24. November 2016
Christoph Engelhardt
 

B. Eng. Christoph Engelhardt ist selbstständiger IT-Business-Consultant. Er konzentriert sich auf die Bereiche E-Mail-Marketing, Conversion Optimization und Search Engine Optimization (SEO).
Neben seiner Tätigkeit als IT Business Consultant betreibt er TerminRetter.de, um kleinen und mittelständischen bei Ihrem Terminmanagement zu helfen.

  • Martina Smit sagt:

    Auch von mir ein Dankeschön für die Layoutoptimierung.

    Ihr habt natürlich recht:
    Eine erste Kontaktaufnahme verläuft meist nach bestimmten Regeln und relativ standardisiert – hier kann man durchaus Automatismen einsetzen – auch manuell verwende ich z.B. meist ähnliche Textbausteine.

    Je individueller ein Kontakt sich dann weiterentwickelt, desto persönlicher müssen die Antworten werden, sonst ist der gewonnene Kontakt schnell wieder weg.

    Alles Gute weiterhin und
    viele Grüße,
    Martina

  • Matthias Szilagyi sagt:

    Hallo Christoph, Hallo Martina,

    ich hab das Problem behoben und die Ebenen für Kommentare auf 2 beschränkt, sodass alle Beiträge hier *lesbar* sind. Jetzt werden auch die letzten Kommentare ganz unten angezeigt. Es ist somit nicht mehr nötig, extra auf „Antworten“ zu klicken, damit die logische Strukturierung stimmt.

    Ich bin auch der Meinung, Automatisierung ist eine gute Sache, wenn es richtig genutzt wird. Was ich für einen guten Weg halte, das persönliche mit dem automatisierten zu verbinden, ist z. B. der Einsatz von persönlichen Videos. Ich kenne einen Network-Marketer, der jedem zum Geburtstag gratuliert, in dem er auf ein persönliches, nicht professionell aufgenommenes Video verlinkt. Genauso hat er es auch für Nachrichten gemacht, wenn er selbst Geburtstagsgrüße erhält. Hier gibt es dann auch wieder einen Link zu einem persönlichen Danke-Video.

    Irgendwie sagt jeder Networker: „Das persönliche ist wichtig.“ Und das stimmt auch. Ich denke aber, gerade bei neuen Kontakten und wenn es darum geht, eine erste Basis für eine persönlicheren Kontakt zu schaffen, ist ein automatisiertes Vorgehen in Ordnung. Sobald der Kontakt dann steht, würde ich auch, wie du Christoph es erwähnst, auf persönliche Kommunikation setzen, sei es per E-Mail, per Direktnachricht, per Kommentar (wie auf diesem Blog) oder telefonisch.

    Es hängt auch immer etwas vom eigenen Business und der eigenen Persönlichkeit ab, welche Kommunikationsformen man bevorzugt nutzt.

    Viele Grüße
    Matthias

    • Außer dem Drang immer das letzte Wort zu haben, kann ich dem einfach nichts mehr hinzufügen 🙂

      Danke für die Layoutoptimierung, Matthias.

      Das mit den Videos ist eine interessante, aber echt aufwändige Angelegenheit. Allein deswegen sind ihm die Leute doch schon verbunden: Aufwändig, personalisiert, speziell.

      • Matthias Szilagyi sagt:

        Nun, so aufwendig ist das nicht. Die Videos sind nicht personalisiert, sondern einfach per „Du“ gehalten. Dennis Koray heißt der Marketer übrigens, der das bisher (als einziger) nutzt. Man könnte das noch personalisieren, aber ich denke den Aufwand tut sich niemand an und das verlangt auch keiner.

  • Martina Smit sagt:

    Hallo Christoph,
    zu dem Schluss komme ich langsam auch: als Einzelunternehmen ist man ohne Automatisierung offenbar tatsächlich aufgeschmissen.

    Neulich habe ich mich dabei ertappt, wie ich ganz frustriert auf das Xing-Profil einer Bekannten geschielt habe, die gerade mal seit 5 Monaten dabei ist, ihr Profil 410 mal aufgerufen und schon über 300 Kontakte hat…

    Klar, Kontakte allein machen es noch nicht, die wollen dann erst mal gepflegt werden – und das ist wohl die eigentliche Kunst…

    • Hi Martina,

      Danke, dass du einen neuen Thread gestartet hast. Meine letzte Antwort ist ja komplett im Format hängen geblieben :-/

      Bitte verstehe mich da nicht falsch: Ich würde lange nicht alles automatisieren. Netzwerken kann man nicht automatisieren. Ich nutze ein soziales Netzwerk, um TRAFFIC zu erzeugen.

      Automatisieren bedeutet auch NICHT unbedingt „Der Computer macht es“ – sehr oft sind es auch einfach andere Menschen, die Sachen für mich „automatisieren“.
      Zum Beispiel das Sammeln von E-Mailadressen an Hand einer vorgegebenen Liste von Webseiten – das kann man an andere Menschen abgeben.
      Diese Unternehmen dann anrufen, das sollte man besser selbst machen.

      Viele Grüße und ein schönes Wochenende
      Christoph

  • Martina Smit sagt:

    Wirklich interessanter Artikel und eigentlich lässt sich diese Methode auf allen Social Media Platformen anwenden, die diese beschriebene Besonderheit aufweisen. – Dann zwar „nur“ manuel, weil das erwähnte Programm sicher ausschließlich XING-Profile besucht. Aber immerhin…

    Z.B. http://about.me ist gratis, hat PR 7 und arbeitet ebenfall mit dieser Besonderheit.

    Viele Grüße,
    Martina

    • Matthias Szilagyi sagt:

      Hallo Martina,
      danke für diesen guten Tipp bezüglich dem persönlichen Branding.

    • Hallo Martina,

      coole Idee. Daran hatte ich noch nicht gedacht.
      Ich habe auch noch eine Idee, wie man das gleiche bei Twitter erreichen könnte – das scheint ja im Moment verstärkt für Business genutzt zu werden.

      Mal sehen, eventuell gibt das den nächsten Artikel hier 🙂

      • Martina Smit sagt:

        @Matthias und @Christoph
        Vielen Dank für Eure Rückmeldung 🙂

        Ich bin zwar kein allzu großer Fan von automatisierter (weil unpersönlicher) Pflege von Social Media Accounts, aber ich finde den Artikel trotzdem sehr inspirierend.

        Wenn man sich der beschriebenen Zusammenhänge bewusst ist, kann man ganz dezent und gezielt (auch manuell) für seine Angebote werben, auch falls der Besuchte dann doch keinen Rückbesuch auf meiner Website abstattet…

        Grüße 🙂

        • Hallo Martina,

          Ich halte persönlich auch nichts von jeder Art der Automation, aber als Ein-Mann-Unternehmen kann man ohne Automation kaum die benötigte Wirkung entfalten.
          Was mir auch nicht gefällt sind diese Twitter-Accounts, die stoisch nur den RSS-Feed des eigenen Blogs wiedergeben – und das in einer Endlosschleife.
          Oder die XING-Accounts, die sich nach einem Besuch auf deren Profil direkt vernetzen wollen, nur um mir dann 23 Eventbenachrichtigungen pro Tag zu senden.
          „Ich kenne dich nicht, ich vertraue dir nicht und ich mag dich (noch) nicht“ – trotzdem hämmerst du mir deine Marketingnachrichten an den Kopf. Das ist meiner Meinung nach der falsche Weg.

          Deswegen automatisiere ich die Trafficgenerierung über XING – ja.
          Aber das NETZWERKEN(über XING) läuft bei mir ganz anders ab: Persönlich, Telefonanrufe und mit dem Ziel den Leuten in meinem Netzwerk Vorteile zu bringen.

  • >