Autor: Matthias Szilagyi

aktualisiert am 04. Mai. 2021 0 Kommentare

Was ist Network Marketing

MLM steht für Multi-Level-Marketing. Andere bezeichnen es als Strukturvertrieb. Es steht für Unternehmen, welche im Direktvertrieb, ihre Kunden- und Vertriebspartner-Akquise betreiben.


In einem Satz:


  • Beratung und Produktvertrieb,
  • mit Hilfe eines mehrstufigen Kunden-Empfehlungsprogramms mit Partner-werben-Partner Anreiz (ggf. Kunden- und Vertriebspartner-Betreuung),
  • meist einer einmaligen Anmelde- oder jährlichen Teilnahmegebühr,
  • sowie Bonis und Anreizen für das erreichen bestimmter Vertriebsziele.


Wie funktioniert MLM

Es sind mehrstufige Vertriebsprogramme. Die Provision von bspw. 30% kann z. B. direkt an einen Vertriebler als Provision ausgezahlt werden. Oder sie wird mehrstufig addiert, durch die Margen des Hersteller, der Großhändler und Einzelhändler.

MLM in der Kunden-Akquise

Schritt 1

01

Du bist Vertriebspartner.

Schritt 2

02

Du wirbst einen Kunden.

Schritt 3

03

Immer wenn der von dir geworbene Kunde bestellt, erhältst du eine Provision daran.

(Falls dieser Kunde später Vertriebspartner wird, bleibt er dir zugeordnet.)

MLM in der Partner-Akquise

Schritt 1

01

Du bist Vertriebspartner.

Schritt 2

02

Du wirbst einen Vertriebspartner.

Schritt 3

03

Du bleibst beteiligt an allen Provisionen, die ein von dir geworbener Vertriebspartner erhält.

Beispiel: Verkaufspreis von 119 Euro


  • Brutto: 119€
  • Mehrwertsteuer 19%: 19€
  • Netto: 100€
  • Vertriebsprovision 30%: 30€
  • Hersteller-Einnahme: 70€

Im MLM wird dann bspw. die Vertriebsprovision so aufgeteilt, wenn jemand ein Produkt erwirbt.


  • direkter Empfehlungsgeber: 15%
  • der ihn geworben hat: 5%
  • die 5 weiteren, die jeweils einander geworben hatten: je 2%

Damit hätten wir eine Folgeketten aus insgesamt 7 Vertriebspartnern.

Angenommen, ich vermittle ein Produkt im Wert von 119€.

  • ich erhalte: 15€ Provision
  • wer mich direkt warb: 5€
  • die 5 weiteren, über mir in der Struktur: jeweils 2€

Damit sind die 30€ Provision für den Vertrieb, verteilt.


Ein Vorteil: Die Werbung entfällt für das Unternehmen dahinter oder wird auf ein Minimum reduziert.

Das Unternehmen verkauft rein über direkte Weiterempfehlung und sein (weltweites) Vertiebsnetzwerk.


Wer bspw. Flyer haben möchte, muss diese oft selbst erstellen und bezahlen. Oder kann sie kostenpflichtig anfordern. Manche Vertriebspartner bieten ihrem Team den Zugang zu Werbemitteln an.

Struktur-Provisionen

Sobald du Vertriebspartner bist, startest du in einer Vertriebspyramide. Du stehst dabei ganz oben. Diese Pyramide geht meistens in 2 oder 3 Reihen weiter hinunter.

Warum erhalten Vertriebspartner im MLM, gute Provisionen

Die Unternehmen dahinter verzichten meist komplett auf:

  • Support per Email und Telefon
  • Werbekampagnen im Internet, Radio und Fernsehen, sowie Printmedien

Die Vertriebsstrukturen können sehr schlank sein. Es kann sein, dass das Unternehmen, selbst nur die Retouren und Gewährleistung-Fälle bearbeitet, sowie die Herstellung und den Versand der Ware an den Kunden übernimmt, sowie die Abwicklung der Zahlung und Rechnungserstellung.

Im MLM verdient man häufig nicht über die komplette sog. „Downline“ hinweg, und wenn, sind es nur ganz geringe prozentuale Summen.

Wer das meiste Geld im MLM verdient, sind diejenigen, die aktive Kunden direkt unter sich geworben haben oder die jemanden werben, der viele Kunden und weitere Geschäftspartner ins Geschäft einbringt (bspw. ein Land im Ausland aufbaut).

berechtigte Kritik an MLMs

versprochener Reichtum

Aus meiner Sicht dürfte das einer der Gründe sein, warum Netzwerke wie TikTok, und auch andere Netzwerke, die MLM Werbung nicht mehr gerne sehen.

Es gibt im MLM teils Produkte, die man nicht wirklich braucht. Die Menschen haben sich vielleicht nicht genügend Gedanken gemacht, auch über die Zukunft des Marktes.

Wenn jemand mit einer starken Downline, der viele Menschen kennt, jetzt in ein solches MLM einsteigt, lohnt sich das natürlich.

Das ist vielleicht ein Grund, warum manche sagen, dass im MLM nur die Spitze etwas verdient, wenn die Produkte vielleicht nur durchschnittlich sind oder dieser Markt nicht interessant genug ist.

(Ich möchte niemand unterstellen, dass er ein MLM schuf, um sich kurzfristig daran finanziell zu bereichern.)

entscheidend ist, ob der Markt das Produkt annimmt oder nicht - kurz und langfristig

Erinnern wir uns, dass nicht alle Produkte, vom Markt angenommen werden. Viele Produkte kommen in die Regale oder Online-Shops und verschwinden einige Zeit später wieder. Es gibt in jeder Branche, wirtschaftliche Risiken.

Google hatte bspw. Google+ als Netzwerk gegründet, wo ich selbst Gruppen fand und mich austauschte.

Das zeigt, dass es nicht unbedingt schlecht ist, was der Markt nicht annimmt. Google+ wurde nicht der Erfolg, den man sich gewünscht hätte. Man stellte die Entwicklung ein. Ich selbst hatte dort auch kaum interagiert.

Ein MLM könnte wie Lokalisten sein. Es würde bspw. als unabhängiges Netzwerk, lokal verwaltet in Deutschland, DSGVO konform und bspw. verschlüsselt (oder über dezentrales Internet erreichbar), beworben.

Wir wissen, wo jetzt die meisten Nutzer aktiv sind. Damals war es ein Erfolg und beliebt. Auch Bürgermeister waren auf Lokalisten registriert und auffindbar.

Die Märkte ändern sich. Darum kann ein MLM durchaus für 5 Jahre und länger, am Markt bestehen. Das Konzept kann funktionieren.

unternehmerische Risiken

Es sind Geschäftsmodelle, man kann einsteigen. Meist wird eine einmalige Gebühr fällig, sofern man nicht nur Kunde sein möchte. Zudem erhält man meist Vergünstigungen, wenn man im Vertrieb mitwirkt und für den Eigenbedarf bestellt.

Man sollte abwägen, ob einem selbst das jeweilige Produkt Vorteile bringt und auch der Kunde, Vorteile davon hat.

Wenn der Kunde kaum Vorteile hat, wo er sagt, „ich kaufe hier das, das ist toll bzw. alles andere ist es nicht“, hat das MLM weniger Chancen. Wenn du als Kunde nicht hinter dem Produkt stehst aus eigener Erfahrung, solltest du nicht in dieses MLM einsteigen. (Egal wie groß der Anreiz ist.)

Wann ist es illegal?

  • Wenn das Produkt nichts taugt und es nur um den Vertrieb geht, also in erster Linie um das Werben neuer Geschäftspartner.
  • Wenn rein für die Anmeldung, eine hohe Gebühr anfällt, ohne mit einem Wert für denjenigen verbunden zu sein, die unter allen Vertriebspartnern zum Großteil aufgeteilt wird.
  • Kostenpflichtige Vertriebsschulungen, Kurse und Seminare, stehen im Vordergrund des Geschäftsmodells.
  • Wenn es Pflichten gibt neue Kunden oder Geschäftspartner zu akquirieren

über strafbare Werbung

§ 16 UWG (2)

„Wer es im geschäftlichen Verkehr unternimmt, Verbraucher (Anmerkung: "Verbraucher" ist eine natürliche Person, deren Rechtsgeschäfte überwiegend weder einer gewerblichen, noch einer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugeordnet werden können) zur Abnahme von Waren, Dienstleistungen oder Rechten durch das Versprechen zu veranlassen, sie würden entweder vom Veranstalter selbst oder von einem Dritten besondere Vorteile erlangen, wenn sie andere zum Abschluss gleichartiger Geschäfte veranlassen, die ihrerseits nach der Art dieser Werbung derartige Vorteile für eine entsprechende Werbung weiterer Abnehmer erlangen sollen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“


Meine Meinung:


  • nur wer gewerblich tätig ist, darf im Network Marketing im Vertrieb tätig sein, als Privatperson ist (eine Tätigkeit im Vertrieb) nicht gestattet
  • die übrigen Punkte erübrigen sich dadurch (Verbraucher die man für den Vertrieb warb, müssten zuvor ein Gewerbe anmelden - dadurch waren sie keine Verbraucher mehr und sie müssten sich darüber im Klaren sein, was eine gewerbliche Tätigkeit für Risiken mit sich bringt - siehe nächster Punkt)
  • wirtschaftliches Handeln unterliegt Risiken, auch der einer Fehlentscheidung
  • in einem guten MLM kann man auch ohne Kunden und Partner zu werben, zufrieden sein
  • wenn sich ein Angebot an Unternehmer richtet, sollte es am Ende der Webseite erkenntlich sein.
  • Anbieter kennzeichnen solche Bereiche, wo sich Partner melden können, als „Affiliates“, „Vertriebspartner“, „Partner werden“ oder „Partnerprogramm“. Dadurch weiß man, dass sich das Angebot an gewerblich Tätige richtet.

Die meisten Partner im MLM gewinnen ihre Kontakte, indem sie ihnen eine Chance ermöglichen, in einem Millionen- oder Milliardenmarkt, einzusteigen. Hier wird eine Ansprache gewählt, die sich an Unternehmer und Selbständige richtet.


Verbraucher genießen höheren Schutz. Sie können bspw. die meisten online geschlossene Verträge, innerhalb von 14 Tagen widerrufen. (Ob das auch für Anmeldungen zutrifft, in einem MLM-Vertrieb mitzuwirken, bleibt offen. Wer noch kein Gewerbe betreibt, schließt aus meiner Sicht, rechtlich einen Vertrag als Verbraucher, mit einem Unternehmen ab.) 


Wer sich als Verbraucher, als Vertriebspartner in einem MLM registriert, darf es eigentlich nicht. Es müsste darauf hingewiesen werden, dass eine Berechtigung für diese Tätigkeit vorliegen muss.

Die vorherige Anmeldung / Das Vorliegen des Betriebs eines Gewerbes ist Voraussetzung, um in einem MLM als Vertriebspartner mitwirken zu dürfen.


Ein Mitwirken im Vertrieb ist eine Absicht, einen potentiellen Gewinn mit einer Tätigkeit zu erzielen. Deshalb ist es Gewerbe-anmeldepflichtig.

Gibt es Betrugsfälle im Network Marketing

Die öffentlich-rechtlichen Medien haben dazu folgenden Beitrag veröffentlicht:

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Es gibt innovative Unternehmen

Der Thermomix von Vollwerk wird bspw. über Network Marketing Strukturen vertrieben.

Das zeigt, dass es innovative Unternehmen gibt. Das Gerät wird auch weiterentwickelt. Und es gibt Menschen, die sehen das bei jemandem zuhause und wollen das dann auch. Das ist das, wie MLM eigentlich gelebt werden sollte.

Das Produkt ist genial, bereitet Freude, begeistert und bietet Vorteile. Das spüren die Menschen.

Und es ist auch die Sache, dass man zu Hause keine vergleichbaren Produkte stehen hat. MLM ist Empfehlungsmarketing.


Kann ich im MLM erfolgreich sein?

4 Erfolgsfaktoren:

Wie findest du es?

  • gefällt dir das Produkt
  • nutzt du das Produkt
  • bestellst du es ggf. regelmäßig nach

Wenn es dir gefällt und du es aktiv nutzt, warum nicht im Vertrieb mitwirken?

Magst du Verkauf?

Wenn du Verkaufen nicht magst, würde ich es sein lassen. Du hast dich zu trauen, Menschen anzusprechen. Menschen, die im Idealfall Multiplikatoren sind. Das bedeutet, bei einer Kosmetik-Reihe, bspw. Kosmetik-Salons werben, welche die Pflegeprodukte dann bspw. auch Kunden präsentieren können.

Ohne Multiplikatoren ist es schwer, finanziell den Durchbruch im MLM zu erreichen. Wenn du Unternehmer werben kannst, wissen die am besten über das Bescheid, was wirtschaftliche Risiken, den Willen, die Umsetzung und Überzeugungskraft betrifft.

Was du nicht tun solltest, ist deine Freunde zuspammen. Zeige ihnen die Produkte, wenn sie dir gefallen.

Wenn sie nicht mehr darüber wissen möchten, lasse es gut sein. Sie sollen deine Freunde bleiben und das Business war es nicht wert, deinen Ruf bei ihnen zu verbrennen oder die Sympathie zueinander, zu verlieren.

automatische Akquise

Das ist optional. Hier geht es darum, dass du nach einem System, fremde Menschen ansprichst. Das kann im persönlichen Umfeld sein, unterwegs, das kann über eine sog. Landingpage geschehen, wo du ihnen etwas erzählst und sie wenn sie mehr wissen wollen, dir ihre e-Mail-Adresse hinterlassen. Beispielsweise an einem Webinar teilnehmen können.

Teamstärke

Du kannst diese Möglichkeit bei Team-Mitgliedern in deiner Upline anfragen, in wie weit du hier Unterstützung erhalten kannst. Auch was verfügbare Werbemittel oder Banner angeht. Eine gute Upline ist die halbe Miete. Frage die Menschen in deiner Struktur, wie viele sich eingeschrieben haben bei jemandem aus der Upline, im letzten halben Jahr. Das zeigt dir, ob du in einem guten Team gelandet bist.

Ein MLM kann eine Pleite oder ein Erfolg sein. Wichtig ist, wer hat dich eingeschrieben, und wen kennt dieser Partner, was dir helfen kann. Am besten ist, du triffst dich persönlich. Verschaffe dir einen persönlichen Eindruck und schau dir persönlich die Produkte an und lasse sie dir zeigen.

Suche dir jemand in deiner Nähe. Vielleicht entsteht eine Freundschaft. Ihr könnt euch austauschen und gemeinsam Akquise betreiben. Das ist MLM, wie es eigentlich gedacht ist. Miteinander erfolgreich sein, im Team.

Im MLM gibt es keine Konkurrenz. Jeder dem du von deinem Erfolg erzählst, kann selbst mitmachen. Durch die Beteiligung, ist jeder über dir in der Struktur motiviert, dir zu helfen, weil er selbst davon profitiert.


Beachte, dass unten eingebettete Videos nicht die Meinung des Betreibers dieser Webseite widerspiegeln. Im Rahmen der Recherche befanden wir es für sinnvoll, diese Inhalte zu zeigen.

Ein Insider packt aus - lässt sich im Strukturvertrieb Geld verdienen

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der Lifestyle eines Jungmillionärs

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Recherchiert Anbieter

Ich fand einen Bericht, dass man manche Menschen bevorzugte.

Tatsächlich war es so, wenn man Glück hatte und richtig positioniert wurde von seinem Sponsor, man automatisch Ansprüche auf Strukturprovisionen erwerben konnte. Ich sah, dass automatisch Unternehmer unter mir rein kamen in meine Downline. Bspw. war der bekannte Online-Unternehmer, Dr. Oliver P., unter mir in der Struktur.
Die Sache war die, dass ich nicht warm wurde mit jenem Network. Damals war eine andere Zeit. Und weil ich keinen warb, blieb obige Tatsache ohne Auswirkung.


15.000€ ohne Ertrag investiert

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Kommentar zum Video:
Seine Empfehlung: normale Selbständigkeit statt Networking-Vertrieb. Er äußerte viel konstruktive Kritik.


MLM - „Was, nur jeder 500te bis 1.000te Partner lebt davon hauptberuflich?“

Matthias H.

Blogger, Betreiber der MLM Marketing Academy

"Ja, das ist absolut realistisch. Warum? 1. Viele verdienen sich „nur“ einige hundert Euro im Monat oder im Jahr dazu und noch mehr melden sich kurz an und sind genauso schnell wieder weg, eben wie im Fitnessstudio."


Lese den ganzen Beitrag auf https://mlm18.de/juergen-liebig/, mit echten Zahlen eines Profinetworkers, der 6-Stellig im Monat verdiente und im Durchschnitt, 2-3 Partner im Monat selbst gesponsert hatte, für ein deutsches Unternehmen im Bereich Network Marketing.

Matthias' Einschätzung:
Im Network Marketing tätig sein, wird kurzfristig stark überschätzt und langfristig stark unterschätzt.
Wenn das Network seit weniger als 5 Jahren existiert, ist Achtsamkeit geboten. Wichtig es, dass es sich um ein Geschäftskonzept handelt, welches langfristig funktioniert. Das Network Marketing Einkommen vergleicht er mit dem Erhalt von Zins und Zinseszinsen, wie bei eingelegtem Kapital. (ein Vermögenswert)


Vergleichbarkeit der Preise

Wenn ihr das Kosmetik Produkt eines MLMs, bei E-Bay nicht ansatzweise zum Preis verkaufen könnt, welchen ihr bezahlt hattet, spricht es nicht für sich.

Ich habe ein Produkt gesehen, was ich im Reformhaus für 42€ fand und wenn ich im Strukturvertrieb selbst mitwirkte, konnte ich die Produkte nur teurer erhalten. (Allerdings gibt es nicht in jeder Stadt ein solches Reformhaus, was diese Produkte im Sortiment hat.)

Recherchiert solche Dinge und seid achtsam. Wenn ihr Kunde wärt, würdet ihr auch die selben Dinge dort einkaufen, wo sie günstiger sind.

Mancher Tee kostet im Bioladen 3.99 und im DM-Markt 2.75. Beide Preise können funktionieren, in einer anderen Umgebung, mit einem anderen Service. Beim MLM ist es ähnlich. Wenn das Gefälle zu stark wird, wird man veräppelt oder bezahlt dann für die Marke oder den Vertrieb, einen Aufpreis.

Ausgestiegen - was passiert

Mit MLM-Desinteressierten Kontakt halten, ist weniger üblich. Wenn du aussteigst, wirst du das bemerken. Andererseits hast du mit den meisten Kollegen auch keinen Kontakt mehr, wenn du den Job wechselst oder in ein anderes Unternehmen.

Ich finde man darf diesen Punkt nicht zu kritisch sehen. Der gemeinsame Vertrieb verbindet einen, so wie ein Hobby. Achte darauf, dass du dir genügend Neukontakte außerhalb des Network-Rahmens suchst.

Auch deshalb macht es Sinn: Als Networker nicht nur für 1 Unternehmen, tätig sein.

Am Anfang: manche dir nichts vor

Ein passiver Einkommensstrom ist es anfangs nicht. Was ich empfehlen würde ist, dass du eine automatisierte Kunden-Akquise betreibst. Lerne, wie du im Internet Kampagnen schaltest. Die Erkenntnisse kannst du adaptieren auf verschiedene Branchen, auch auf das MLM.

Geschäfte verkaufen auch, mehr als 3 verschiedene Produkte und haben verschiedene Kanäle, über welche sie Kunden gewinnen.

Wenn du weißt, was funktioniert, kannst du Mitgliedern aus deinem Team, diese Dinge zeigen, im Rahmen einer Videokursreihe oder Vorträgen/Webinaren/Frage-Antwort-Sessions, die du ihnen anbietest.

Erstelle für deine Downline beispielsweise einen Mitgliederbereich. Jeder kann rein, auch wer nicht bei dir mitmacht - dafür nimmst du eine einmalige Gebühr. Du kannst auch ein Partnerprogramm machen und deiner Downline, bspw. 90% Provision geben, wenn sie dein MLM-Coaching weiterempfehlen.

auf „schnelles Geld“ aus sein

Wenn dir schnelles Geld versprochen wird. Das ist möglich, wenn du Erfahrung hast, wenn du einen großen Kontaktpool aufweisen kannst oder wenn du einen Weg findest, wie du günstig Geschäftspartner und Kunden werben kannst.

Aus finanzieller Sicht (wenn du schnell Geld machen möchtest), sehe ich für die meisten mehr Chancen im Bereich Trading und Affiliate-Marketing zu Produkten aus dem Finanzbereich.

Über MLM vertriebene Produkte sind meist erklärungsbedürftig und sollten persönlich erlebt sein. Das MLM sollte zu dir passen.

Wenn du nur auf Geld aus bist, ist ein MLM eher das falsche Modell, weil dir dann das Produkt nie wichtig und wertvoll genug sein wird.

Das, was mir Menschen sagten, „Du bist wegen des Geldes hier. Also motivierst du andere am besten auch damit.“ Macht Sinn, weil deine Motivation es war und du dann am leichtesten dafür brennst, wie du selbst entflammt wurdest, von deinem Sponsor.

Ich finde es den falschen Ansatz. Wenn du nur wegen dem Geld etwas tust, steige irgendwo ein, wo du gut verdienen kannst. Bspw. im Immobilien-Geschäft, im Trading, in der Vermögensberatung, bei der Finanzierung (bei Banken), bei Versicherungen.

Wenn du in erster Linie Geld willst, arbeite in einem Bereich, wo den Menschen Geld an 1. Stelle steht. Bilde dich weiter. Das sind oben genannte Geschäftszweige.

Wenn du im Internet Geld verdienen willst, lernst du Online-Vertrieb. Wer dir etwas anderes erzählt, macht dir etwas vor. Nicht zu jedem passt das. Ich glaube, dass jeder der offen dafür wäre, monatlich 5-stellig verdienen könnte, in Teilzeit.

Was es braucht, ist eine Tätigkeit als Führungskraft oder Geschäftsführer. Das wirst du nicht sofort. Du brauchst Erfahrung in einer Branche und es hat zu deiner Persönlichkeit zu passen.

Manche dir nichts vor. Du sammelst Erfahrung und wirst Dinge erleben, die nicht funktionieren.

Unternehmer denken anders

Gewinner erleben genauso manchmal die Verlierer-Programme, manchen Zweifel, nur sie blenden es aus, sie ignorieren sie und machen weiter. Sie haben gelernt, damit umzugehen.

nichts persönlich nehmen

Wenn du 10 Gespräche führst und 2 Zusagen erhältst, weißt du, dass nach Gespräch Nr. 4, was erfolglos verlief, du jetzt große Chancen hast, beim 5. Gespräch. Denke so über Niederlagen.

Wenn du Niederlagen persönlich nimmst, Misserfolge persönlich nimmst, gehst du daran kaputt. Du weißt, dass der Markt nicht alles annimmt. So nehmen auch die Nutzer, nicht alles an. Jeder Kontakt ist anders.

nach Lösungen suchen

Meistens gibt es 1 oder 2 Sachen, die besser funktionieren, die man noch nicht kennt.

Zitat eines Unternehmers: "Wenn du in einer Schulung sitzt und der Beste bist, sitzt du in der falschen Schulung."

Besser ist es, dann 10-30 Minuten am Tag in die eigene Weiterentwicklung zu investieren. Besonders, wenn wir etwas als „schlecht“ interpretiert hatten, wie es lief, sollten wir bisherige Entscheidungen und Sichtweisen hinterfragen.

Ändere deine Strategie, nehme wenn mehreres schief ging, ein Coaching in Anspruch. Zähle die Arbeitsstunden. Wenn du 100 Stunden tätig warst (in welchem Bereich auch immer) und du bis dahin 100€ oder noch nichts verdient hattest, war es Zeit, dir Hilfe zu suchen.

Denke dir: „es hätte jedem passieren können“ - Hake es ab - Treffe jetzt andere Entscheidungen - vergesse die Vergangenheit

(Die Vergangenheit konnte belastend wirken.) Am besten ist, alles beiseite zu schieben und dir einen Handlungsplan zu machen. Lasse dich nicht ablenken. Bleib dran.

was benötige ich rechtlich, um im MLM aktiv zu sein

Jeder Tätige im Network-Marketing, kann als Unternehmer beschrieben werden, der auf Provisionsbasis im Strukturvertrieb tätig ist.

Es handelt sich um eine gewerbliche Tätigkeit. Diese ist Anmeldepflichtig. (Je nach Ausrichtung des MLM, können Ergänzungen anzugeben sein.

Da du selbst nur als Vermittler fungierst, brauchst du keine Zulassungen oder speziellen Erlaubnisse einholen, da du die Produkte nicht selbst vertreibst.)

Empfehlenswerte Angaben im Gewerbeschein

  • Kunden-Akquise über das Telefon und Internet.
  • Außerdem Beratung von Geschäftskunden. Das können Menschen sein, mit denen du zusammenarbeitest.
  • Falls du Kurse anbietest, wo du zeigst, wie MLM funktioniert und umgesetzt wird, gebe auch diese Tätigkeit bei der Gewerbeanmeldung an. Nenne das „Betreiben eines Online-Dienstes“, wo du die Kurse nach Kauf für deine Kunden freischaltest.

Empfehlenswert wäre noch eine Betriebshaftpflicht Versicherung. Diese kann inbegriffen sein, im Rahmen deiner privaten Haftpflicht-Versicherungspolice.

Fazit

Der Network Marketing Vertrieb an sich ist neutral zu bewerten. Frage dich, ob du das Produkt nutzen willst und ob es auch noch in 3 oder 5 Jahren, interessant und relevant für die Zielgruppe sein wird.

Informiere dich über Alternativen auf dem Markt. Beachte, dass neue Trends in Zukunft, bisherige Systeme überflüssig machen könnten. Ein Beispiel sind digitale Telefonanlagen, welche ISDN Anschlüsse heute überflüssig machen.

Beachte auch, dass nicht alle sich von tollen Produkten, angezogen fühlen. Es ist individuell verschieden. Dränge anderen nichts auf. Erzeuge Sog.

  • Du bist zufrieden. Das strahlst du aus.
  • Lass andere auf dich zukommen. Laufe niemandem nach.

Es gibt auch Strukturvertrieb, der anders ist, als man es sich vorstellt. Es kann Unternehmen geben, wo du ohne Ausbildung, nicht als Vertriebspartner wirken kannst, bspw. beim Vertrieb der Lichtkristalle von Ascension.
Hier wird sichergestellt, dass jemand es einschätzen kann, was er anbietet und einen Interessenten dadurch kompetent beraten kann. (Hier wird der Strukturvertrieb auch nicht aktiv beworben. Es ist auch kein normales MLM, eher ein Partner-werben-Partner Programm, von der Struktur her.)

Checkliste

Erhalte eine Checkliste damit du erkennst, ob ein MLM für dich geeignet ist und du deinem Sponsor die richtigen Fragen stellen kannst.

Stelle gute Fragen. Gute Fragen stellen können, bringt dich weiter und hilft dir, dich selbst besser einschätzen zu können.


Entscheide: Sollte ich diese Produkte besser zuerst selbst als Kunde testen (kurz und langfristig), ohne im Vertrieb mitzuwirken? Dies ist bei einigen Produkten möglich, manche werden z. B. in Reformhäusern angeboten.

Recherchiere, wo die Produkte ggf. sonst noch erhältlich sind. Vielleicht kannst Du vergünstigt ein Testpaket für Neukunden erwerben.

  • Verschaffe Dir Klarheit.
  • Dann entscheide, ob Du in dieses Geschäft und bei einem bestimmten Sponsor einsteigst oder nicht.
  • Bei welchem Sponsor und dessen Team Du einsteigst ist NICHT egal und kann entscheidend sein, ob Dir ein Durchbruch gelingt oder nicht und in welcher Form Du Unterstützung erhältst. 


Hast Du bereits Erfahrungen mit einem MLM gemacht?
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Autor:

Matthias Szilagyi


Matthias Szilagyi gibt Wissen und Erfahrungen weiter. Gutes Marketing ist für ihn, was Menschen anspricht und ihnen einen Wert bietet.

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