Autor: Matthias

aktualisiert am 13. Okt. 2021

Amazon Shop-Webseite, auf Smartphone, Beitragsbild

Die beiden Gründe für den Erfolg von Amazon sind die Innovation und der kundenorientierte Ansatz. Wo viele Händler ihren Fokus auf das Produkt legen, versucht Amazon auch, die Kunden der Plattform an Produktanbieter zu verkaufen.

Amazon überarbeitet sein Geschäftsmodell regelmäßig mit neuen Produkten und Dienstleistungen, von denen auch die Kunden profitieren. So wurde beispielsweise stark in den Kindle investiert, um den E-Book-Markt anzuführen, indem es den Kunden das Herunterladen von Büchern erleichtert.

Amazon‘s Prime Kunden geben bspw. deutlich mehr auf der Plattform aus, als Kunden ohne dieses Abonnement. Der Einfluss der Verkaufsplattform von Amazon ist groß.

Private Verkäufer auf Amazon haben achtsam zu sein. Je teurer und begehrter eine von privat verkaufte Ware ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich auch unseriöse Käufer melden könnten. Man sollte auf Anfragen nicht reagieren, wenn jemand eine Verkaufsabwicklung außerhalb von Amazon anbietet. Normalerweise melden sich seriöse Käufer bei Amazon gar nicht, sondern bestellen direkt, sodass man direkt von Amazon per E-Mail informiert wird, dass man die Ware jetzt verschicken kann, und das Geld einging.

Amazon bietet es Unternehmen an, einen eigenen Store-Bereich, innerhalb von Amazon zu erhalten, wo diese ausschließlich ihre eigenen Waren präsentieren können.

Beispiel-Shop, innerhalb von Amazon integriert:

Eigene Shopseite auf Amazon

Amazon gilt als Innovationsführer im Bereich eCommerce. Sie lassen sich immer wieder neue Wege einfallen, um das Einkaufen für die Kunden bequemer und einfacher zu machen.

Möglichkeiten wie Bezahlen-mit-Amazon stehen mit der Kaufabwicklung über Paypal-Express-Checkout in Konkurrenz. Jeder Shop kann diese Zahlungsart integrieren.

Was Paypal bspw. gut macht, ist den Gratis-Rückversand für alle Waren anzubieten. Falls der Verkäufer die Kosten der Rücksendung nicht trägt, übernimmt Paypal das Porto. Das ist fair und nicht selbstverständlich.
Auch die Spendenfunktion ist innovativ. Wenn man mit Paypal etwas kauft, wird man gefragt, ob man 1€ zusätzlich an eine wohltätige Organisation spenden möchte.

Wer mit Amazon-Käufen etwas spenden möchte, kann bspw. die Domain: smile.amazon.de in seinem Browser als Favorit speichern. Bei jedem Kauf wird dann ein kleiner Anteil vom Kaufpreis an eine wohltätige Organisation gespendet, die man auswählen kann bzw. selbst vorschlagen kann.
(In Deutschland und Österreich wurden auf diese Weise, bisher 16,9 Mio. € gesammelt und an wohltätige Organisationen gespendet; Stichtag: August 2021)

Amazon verkauft nicht nur Produkte. Sie nutzen die gesammelten Daten zu den Einkaufsgewohnheiten, sowie betrachteten Daten dafür, um ihren Kunden personalisierte Empfehlungen zu schicken. (In den Konto-Einstellungen kann dies deaktiviert werden. In von Amazon versendeten E-Mails wird darauf hingewiesen, und wo man dies abschalten kann.)

Verkäufer können außerdem Werbeanzeigen zu bestimmten Suchbegriffen innerhalb des Amazon-Stores schalten. Eine automatisierte Optimierung dieser Werbeanzeigen ist möglich.

Beispiel:

Amazon Beispielseite

für mit "gesponsert" markierte Artikel wird Werbung geschaltet, Quelle*

Manche bezeichnen Amazon als eine Suchmaschine für angebotene Waren. Hier wird gekauft, dementsprechend beliebt ist die Plattform.

Unternehmer bewerben heute ihre E-Books* und Sachbücher* über Amazon. Auch, weil sich dort Käufer aufhalten. Die Kaufschwelle ist gering. Jeder Kunde hat bereits seine Daten hinterlegt (Name, E-Mail, Adresse, Zahlungsart) und kann schnell die Bestellung abschließen.

Im eigenen Shop kann man den Kunden die Zahlung mit „Pay with Amazon“ erleichtern.

Zitat von pay.amazon.de

„Laut der UX-Experten des Baymard Institute verlassen 8 % der Nutzer eine Website, weil ihre bevorzugte Zahlungsart nicht angeboten wird. […]


Unsere Forschung zeigt außerdem, dass fast die Hälfte der Kunden weltweit daran interessiert ist, einen Sprachassistenten (wie bspw. Alexa, Siri, Bixby, Google Assistent) zu nutzen, um den Lieferstatus ihrer Bestellung abzufragen. […]


NatoMounts berichtet, dass Amazon Pay zuverlässige Kunden anzieht, die seltener Rückbuchungen anfordern.“

Amazon erwähnte außerdem, 20% der Kunden brechen Kaufvorgänge ab, weil sie ihre Kreditkarten-Daten einem bestimmten Shop nicht anvertrauen wollten.

Für Shops ist es interessant, auf Amazon Erstkäufer anzusprechen. Bspw. auch mit geschalteter Werbung für eigene Produkte auf Amazon. Anschließend kann man diese über Coupon-Codes oder Newsletter-Anmeldung Gutscheine (die dem Paket als Flyer beiliegen), dazu bewegen, zukünftig über deren eigenen Shop die Bestellung abzuschließen.

Bestseller eines Shops eignen sich dafür, dass man sie zusätzlich über Amazon vertreibt. Oder auch Waren, die Kunden häufiger nachbestellen, in regelmäßigen Abständen.


Gründe für die Beliebtheit der Plattform

Mann hält Amazon Prime Paket an der Wohungstüre

Amazon schneidet gut ab, indem es eine breite Palette von Produkten anbietet und diese zu wettbewerbsfähigen Preisen verkauft.

Das Unternehmen bietet auch eine Vielzahl von Kundenservice-Optionen, die Käufern helfen, ihr gewünschtes Produkt einfach zu kaufen und es so schnell wie möglich an ihre Haustür geliefert zu bekommen. (Same Day Delivery, Ratenzahlung, Garantieverlängerung)

Andere Online-Shops verwenden weniger breit gefächerte Produkte oder verlangen für ihre Produkte mehr als Amazon.

Amazon hat sein Geschäftsmodell klar definiert und weiß, wie man seine Kunden erreicht. Es weiß, dass es, um wettbewerbsfähig zu bleiben, neue Wege finden muss, um mit dem Kunden in Kontakt zu treten.

Online-Shops zeigen oft kein Interesse daran, Teil des Lebensstils ihrer Kunden zu sein. Unternehmer wie Matthias Langwasser von Regenbogenkreis, bringen ihre eigene Persönlichkeit ins Unternehmen ein. Podcast, YouTube, ein eigenes Buch, Ankauf von Flächen des Regenwalds.

Vielleicht fehlt manchen Online-Shops so etwas wie eine Berufung. Das, womit sie ihren Teil zu einer Besserung der Gesellschaft beitragen möchten.

Ein Flop von Amazon war bspw. deren Smartphone, wobei Microsoft ähnliches erlebte.

Der Erfolg von Amazon kann auf verschiedene Gründe zurückgeführt werden. Ein wichtiger Grund ist die Fähigkeit, ein nahtloses Einkaufserlebnis zu bieten, das so ziemlich alles umfasst, was ein Kunde sich wünschen kann.

Sie verfügen über umfassende Produktbewertungen sowohl von verifizierten Käufern als auch von Experten auf diesem Gebiet.

Nicht alle Bewertungen auf Amazon sind aussagekräftig. Manche geben sich viel Mühe und schreiben erst nach Monaten Benutzung, über ihre Erfahrungen. Manche veröffentlichten vorschnell kurze, positive Bewertungen, direkt oder wenige Wochen nach dem Kauf. Manchmal auch, weil sie dadurch z. B. eine kleine Vergünstigung von Seiten des Verkäufers in Aussicht gestellt bekamen.

Manche Verkäufer nutzten die Bewertungsmöglichkeit aus, um mehr Käufer anzuziehen, mit platzierten 5-Sterne-Bewertungen. In der Vergangenheit wurden einige Verkäuferkonten daher gesperrt.

Amazon bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche, welche die richtigen Informationen für ein bestimmtes Produkt bietet. Die meisten Produkte werden zu wettbewerbsfähigen Preisen angeboten.

Darüber hinaus ist es Amazon gelungen, eine emotionale Verbindung zu seinen Kunden aufzubauen, indem es Funktionen wie den eintägigen Versand für berechtigte Artikel hinzugefügt hat, damit ihre Kunden Artikel schnell ohne Probleme (und ohne zusätzliche Gebühren für den beschleunigten Versand) erhalten können.

Es gibt viele Dinge, die Amazon gut macht, aber was am meisten auffällt, ist die Vielfalt der angebotenen Produkte. Amazon hat hunderte von Millionen verschiedener Produkte auf seiner Plattform gelistet. Es werden jeden Tag mehr hinzugefügt.

Dies ist etwas, was andere Online-Shops versäumen - Kunden diese Auswahl zu bieten. Andere Shops bieten eine begrenzte Auswahl an Produkten an oder berechnen Versandkosten für Artikel, die Amazon kostenlos verschicken würde.

Eine eigene Logistik sorgt dafür, dass Bestellungen schneller zugestellt werden können. Würde Amazon alleine auf Dienstleister wie DHL und Hermes setzen, wären deren Kapazitäten überlastet. Zumal die Paketdienste für viele Shops, die Pakete ausliefern.

Langfristig könnte es so sein wie in den USA. Für die Zustellung direkt an der Haus- bzw.  Wohnungstüre, könnten Aufpreise anfallen. Im logistischen Ablauf, ist die Zustellung der Pakete bei den Empfängern der Punkt, der mit den höchsten Kosten verbunden ist.

Es ist schwierig, einen Nachteil bei Amazon zu finden - das Unternehmen ist in so vielen Bereichen wirklich hervorragend aufgestellt.


Auch das Partnerprogramm verdient positive Erwähnung

Notebook mit Amazon-Partnerprogramm Startseite

Zehntausende von Nischenseiten verlinken (teilweise ausschließlich) Produkte auf Amazon. Das stärkt die Link-Struktur. Alleine über YouTube dürfte Amazon mehrere Millionen Backlinks (über ihren Kurzlink: Amzn.to*) erhalten haben. Und das nur, wegen dem Anbieten eines kostenfrei für jeden nutzbaren Empfehlungsprogramms.

  • Kunden klicken auf deren Empfehlungslink.
  • Jemand bestellt noch am selben Tag über Amazon etwas, und der Empfehlungsgeber erhält dadurch eine Provision für sämtliche von diesem Kunden, an diesem Tag auf Amazon gekauften Artikel. (Nicht nur darauf, welcher Artikel verlinkt wurde.)

Nachteilig ist für Empfehlungsgeber, der Cookie gilt nur 1 Tag. 1 Tag später wird ein Kauf nicht mehr dem Empfehlungsgeber zugeordnet. Eine sinnvolle Änderung wäre, dass das Cookie für eine verlinkte Ware, länger lief. Bspw.
- konkret verlinkter Artikel: bis zu 180 Tage Cookie Laufzeit
- alle Waren auf Amazon: 1 Tag Cookie Laufzeit (wie bisher)

Das Partnerprogramm von Amazon, in Kombination mit der hohen Bekanntheit und Beliebtheit der Plattform, macht dieses Partnerprogramm für viele Webmaster, Social-Influencer und Affiliates, so attraktiv.

Beispiel:
YouTube Video mit Empfehlungslinks zu Amazon-Produktseiten:

Waschmaschinen Test mit Amazon Empfehlungslinks

Abschließendes

Abruf der Webseite von Amazon, Recherche nach Artikeln über Amazon

Eine Sache, die die Leute an Amazon vielleicht nicht mögen, ist, wie viel Kontrolle sie über den Einzelhandelsmarktanteil haben. Bei so vielen verfügbaren Shopping-Sites möchten Kunden vielleicht auch nicht an nur an eine Plattform gebunden sein.

Amazon hat es den Konkurrenten schwer gemacht, indem sehr viele Produkte direkt über Amazon oder über Drittanbieter auf ihrem Portal bestellt werden können.

Das Amazon-Einkaufs-Erlebnis ist reibungslos und effizient. Wer bei Amazon einkauft, findet dort nahezu alles, von Lebensmitteln über Kleidung, bis hin zu Elektronik, Baumarkt-, Kfz- und Werkstatt-Bedarf, Spielzeug und Büchern.

Wenn man über Amazon etwas verschenken oder einen Artikel für jemand anderen kaufen möchten, ist dies mit Hilfe des benutzerfreundlichen Gutscheinkauf-Systems* ganz einfach.

Manche Verbraucherportale bieten als finanziellen Ausgleich, alternativ zur Auszahlung via Paypal oder Überweisung, auch Guthaben in Form von einlösbaren Amazon-Gutscheinen an.

Der Fokus von Amazon auf die Bereitstellung eines nahtlosen und angenehmen Kundenerlebnisses hat ihnen geholfen, sich zu einem globalen Kraftpaket zu entwickeln, das mehr bietet als nur Online-Einzelhandel. Man verfügt dort inzwischen auch über ein Produktionsstudio, das originelle Fernsehsendungen und Filme produziert. (Im Mai 2021 übernahm Amazon die MGM Studios für 8,45 Mrd. $ - Quelle: Wikipedia)

Sie haben ihr Geschäft erweitert, von Hardwaregeräten wie dem Fire TV-Stick* und Kindle-eBook-Readern* bis hin zur Herstellung von Produkten mit Eigenmarken (Amazon Basics*).


Autor:

Matthias


Matthias‘ gibt Wissen und Erfahrungen weiter. Gutes Marketing ist für ihn, was Menschen anspricht und ihnen weiterhilft. Sein Rat: „Tue, was dich weiterbringt.“

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