Autor: Matthias

aktualisiert am 05. Jan. 2022

Geschäftsmann: Geldtasche in Händen haltend

Bestimmt ist dir Digistore24 bekannt. Weniger bekannt dürfte dir sein, dass man die Unternehmer, die ihre Produkte darüber vertreiben, in den AGBs von Digistore24 als "Vertragspartner" bezeichnet.

Abgesehen davon, werden diese Vertragspartner, auf der Bestellseite nicht erwähnt. Der Kunde kauft von Digistore24, hier (und nur hier) wird er Kunde. Weil wenn er noch wo anders Kunde würde und die Daten des Kunden damit an Drittunternehmen weitergeleitet würden, müsste der Käufer darüber (vor dem Kauf) informiert werden.

Auch auf der Rechnung wird seltsamerweise nur Digistore24 erwähnt. Von einem "Vertragspartner" wird hier bestenfalls noch dessen Logo auf der Rechnung eingeblendet - mehr nicht.

Ich halte diese Vorgehensweise für fragwürdig. Gegen die DSGVO müsste hier meiner Ansicht nach ein Verstoß vorliegen. Auch, dass Kundendaten in Newsletter eingetragen wurden. Also: Verkäufer = Digistore24. Wer also dort kauft, wird logischerweise... in den Newsletter von Digistore24 eingetragen. Da, von der Firma, wo der Kunde seine Bestellung getätigt hatte.

Dies würde der Kunde erwarten. Andere Unternehmer-Daten sind nicht angegeben. Bei einem Gewinnspiel beispielsweise bestätigt der Kunde in einer Checkbox, an welche Unternehmen seine Daten weitergegeben werden dürfen. All diese Unternehmen werden konkret genannt, mit Firmenname und Anschrift.

Digistore24 - ahnungslos was die gesetzliche Gewährleistung betraf

Digistore24 Mitarbeiter vom Support hatten keine Ahnung von der Gewährleistung. Eine Anfrage meinerseits darauf, ergab eine verblüffende Antwort eines Mitarbeiters dieses Unternehmens. Zitat:

Guten Morgen,

Sie erwähnen in Ihrer Email folgendes: Ich habe 2 Jahre Gewährleistung.

Könnten Sie mir einmal zeigen, wo diese Gewährleistung aufgeführt wird?

Herzlichen Dank
Mit freundlichen Grüßen
[Name, Digistore24 Sachbearbeiter]

Daraufhin hatte ich wie folgt geantwortet:

Guten Tag,
ich möchte ja Respektvoll mich Ihnen gegenüber verhalten.

Also freundlich ausgedrückt: Ihr Team von Digistore24 hatte überhaupt keine Ahnung davon, was Kaufverträge betraf.

Wenn man etwas kauft, dann wird einem eine Leistung versprochen. Wird dies nicht erfüllt, dann gilt hierfür Gewährleistung. Die Gewährleistungszeit beträgt in Deutschland 2 Jahre.

Ich füge Ihnen eine Erläuterung bei:

Definition Gewährleistung – Was ist das eigentlich?

Gewährleistung wird auch Mängelbürgschaft und Mängelhaftung genannt, was den eigentlichen Zweck dieser Regelung bereits verdeutlicht. Genauer gesagt bedeutet das also, dass du gegenüber deinen Kunden eine Pflicht hast, einwandfreie Waren oder eine einwandfreie Dienstleistung zu bieten. Andernfalls musst du die Mängel ohne einen Aufpreis bis zu zwei Jahre nach der Lieferung der Ware bzw. nach Erbringung der Leistung beheben.

Weitere Erläuterung:

Dauer der Gewährleistungsfrist

Die Dauer der Gewährleistungspflicht kann unter gewissen Umständen variieren. Abhängig von der Art der Ware und der Vorgehensweise beim Verkauf gelten folgende Regelungen:

Die normale Gewährleistungsfrist läuft zwei Jahre (24 Monate) ab dem Zeitpunkt des Erhalts der Ware oder Dienstleistung.
3 Jahre lang haben deine Kunden Anspruch auf die Gewährleistung, wenn du wissentlich einen Mangel beim Verkauf verschwiegen hast.
5 Jahre Gewährleistung besteht auf Bauwerke sowie Baustoffe nach BGB


Quelle: https://sevdesk.de/lexikon/gewaehrleistung/

Oder den Aussagen aus Ihren eigenen AGBs entnommen:

11. Gewährleistung
Für alle Verträge zwischen Digistore24 und dem Kunden gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte.

Wurde der Vertrag über eine gebrauchte Sache geschlossen, verjähren die Mängelgewährleistungsrechte innerhalb eines Jahres, beginnend mit dem Tag der Lieferung der Ware.

Quelle: https://www.digistore24.com/page/terms

Mit freundlichen Grüßen

Macht euch auf etwas gefasst, wenn ihr Verträge mit diesem Unternehmen und u. U. deren (nicht genannten) Vertragspartnern eingingt. Wenn nicht alles glatt lief, dann...

Rechtlich gesehen ist das schwammig ausgearbeitet. Verstöße gegen die DSGVO könnten vorliegen. Outsourcing könnte vorliegen, wobei die darin involvierten Unternehmen ungenannt blieben. Mitarbeiter vom Support wussten offensichtlich nicht, welche gesetzlichen Regelungen in Kraft waren.

Das kommt davon, wenn man alles an Dritte auslagert. Es gibt Datenschutz-Verstöße und die Rechnungen werden von Digistore24 als Händler, an die Kunden ausgeschrieben, die wohl ungeprüft jeden "Vertragspartner" tun lassen, was sie wollten, sofern keine Beschwerden eingingen.

Wisst ihr, was der Support eines Vertragspartners, per E-Mail als Antwort auf eine Anfrage schrieb.

Zitat:

Papier (von lateinisch papyrus, aus altgriechisch πάπυρος pápyros ‚Papyrusstaude‘) ist ein flächiger Werkstoff, der im Wesentlichen aus Fasernpflanzlicher Herkunft besteht und durch Entwässerung einer Fasersuspension auf einem Sieb gebildet wird. Das entstehende Faservlies wird verdichtet und getrocknet.[1]
Papier wird aus Faserstoffen hergestellt, die heute vor allem aus dem Rohstoff Holz gewonnen werden. Die wichtigsten Faserstoffe sind ZellstoffHolzstoffe und Altpapierstoff. Das durch Papierrecycling wiederverwertete Altpapier ist mittlerweile die wichtigste Rohstoffquelle in Europa. Außer dem Faserstoff oder einer Faserstoffmischung enthält Papier auch Füllstoffe und weitere Zusatzstoffe.
Es gibt rund 3000 Papiersorten, die nach ihrem Einsatzzweck in vier Hauptgruppen eingeteilt werden können: grafische Papiere (Druck- und Schreibpapiere), Verpackungspapiere und -karton, Hygienepapiere (z. B. ToilettenpapierPapiertaschentücher) sowie die vielfältigen technischen Papiere und Spezialpapiere (z. B. FilterpapiereZigarettenpapierBanknotenpapier)

Sie antworteten wirklich nur das, was ich in der obigen Box einfügte. Keine Begrüßung, keine Grußformel, kein Absendername. Das waren deren Antwort vom Kunden-Support.

Wer diesen Beitrag liest als Unternehmer: Verhaltet euch korrekt.

  • Leistet, was ihr versprecht.
  • In der Werbung und nach dem Kauf.
  • Wer etwas in der Werbung verspricht, haftet für die gemachten Versprechen.

Auf diese Weise, mit diesen Taten, verloren die darin involvierten Unternehmen ihr Gesicht. Damit sie ihr Gesicht wahren können, nenne ich keine Namen.

Mein Rat ist:

  • Kunden selbst gewinnen,
  • Kunden selbst beraten,
  • Die Verträge auf den Kunden angepasst, erstellen und aushändigen.

Vor 20 Jahren gab es noch kein "Online Marketing", wie wir es jetzt kennen. Es gab keine Outsourcing-Firmen wie Digistore24, Affilicon oder Copecart. Das was anhand dieses Beispiels gelebt wurde war "Marketing von der Stange". Das war Massenabfertigung, wie am Fließband. Viele der Prozesse liefen automatisiert im Hintergrund ab.

Der Kunde ist einer von vielen. Er ist wie der Teil einer Herde. Ob man am Ende davon profitiert, bleibt eine andere Frage. Man hat als Unternehmer hier das Ziel, möglichst viele Kunden zu werben, mit Vorlagen, die für möglichst viele Kunden funktionieren. (Ziel: Hohe Konversion, für möglichst allen Traffic)


Autor:

Matthias


Matthias‘ schreibt über Marketing, E-Mail-Marketing, Affiliate-Marketing und mehr. Er schreibt für seine Leser, nicht für Suchmaschinen.

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