Autor: Matthias

Erstellt: 24. Aug. 2022

Zuletzt aktualisiert: 24. Aug. 2022

Lesezeit: Minute/n verbleibend

Landkarte, Kompass, Passport

Mein Halbbruder kam aus Ungarn. Er hatte mehrere Jahre über nicht viel dort verdient und seine Mutter war schon vor vielen Jahren nach Deutschland gezogen. Was sie dort erlebte war, nun jedenfalls hatte das so mehr oder weniger seine Spuren hinterlassen. Gewalt in der Partnerschaft war ein Thema gewesen.

Nun kam mein Halbbruder vor etwa 10 Jahren nach Deutschland. Es ging soweit ich weiß, manches mal nicht gut, dass er bleiben konnte. Dann fand er erst einmal einen Job bei Mc Donalds. Nach etwa zwei Jahren gab er den Job auf, war dann arbeitssuchend und fand einen Job in einem Restaurant. Allerdings war die Bezahlung dort weit unterhalb des Niveaus, sodass er nach einem Monat ging, ohne dieses Geld genommen zu haben, weil es sich nicht rentiert hatte.

Er hatte dann eine Auszeit von 2 Jahren wo er Sozialhilfe bekam. In dieser Zeit war er zwar nicht finanziell so gut aufgestellt, erschien jedoch entspannter. Dann fand er einen Job im Krankenhaus. Erst über Zeitarbeit. 

Ich weiß nicht was schief ging, ein paar Jahre hatte er dort wirklich einen tollen Job, wo er zum Teil auch eine ruhige Kugel schieben konnte. Danach wurde er fest übernommen und wurde kränker und kränker. Dazu war das private Umfeld eine Belastung, wobei ich darauf nicht näher eingehen möchte.

Es kamen verschiedene Problem-Situationen, die er lösen konnte, die allerdings natürlich auch alle Spuren hinterlassen hatten.

Dann bekam er eine Kreditkarte der Postbank und keiner hatte sich gekümmert, dass er diese Bankkarte nutzen konnte. Er kündigte diese dann wieder. Anschließend eröffnete ich ihm ein DKB Konto, was er allerdings alleine nicht schaffte einzurichten. Die Dinge klappten nicht, wie erwartet. Mit meiner Hilfe gelang es, aber er kommt damit weniger zurecht. Bald wird er dieses Konto kündigen. Die 2-Faktor-Authentifizierung bei Kreditkarten stellt eine Hürde für ihn da.

Ich sehe es so, er hätte besser in Ungarn Karriere in einer politischen Partei gemacht, um dort etwas zu verändern.

Ich merkte wenn ich mit ihm in Kontakt war, dass ich a ch tsam zu sein hatte, dass ich bei mir blieb, wie ich die deutsche Sprache sprach. Das erinnerte mich an eine Tätigkeit bei einem Arbeitgeber, wo viele Ausländer tätig waren.

Es ist für mich wichtig, in dieser Situation bei mir und meinem sprachlichen Ausdruck zu bleiben, um nicht bestimmte Aussprachen dieser Menschen zu übernehmen. Daher halte ich es für besser, dass jeder Mensch sich bemüht, wenn er dauerhaft in einem Land lebt, die Sprache mit ihren Wörtern und ihrer Grammatik zu beherrschen.

Die Sprache gehört zum Kulturgut eines Landes. Wer hier nicht aufgewachsen war, bemühte sich teilweise zu wenig.

Die wirtschaftsbedingte Abkehr von Ungarn brachte folgende Nachteile:

  • Keine so guten Deutsch-Kenntnisse, daher wenig Chancen für Jobs für qualifizierte Leute
  • Ein belastendes familiäres Umfeld, die Mutter die mit ihrem Mann verheiratet war, was so ging, allerdings wo es schon so Konflikte gab, ab und an im miteinander
  • Jobs, die ihn an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit brachten oder wo er sich zum Teil ausgenutzt gefühlt hatte
  • Der Vater, der weniger Verantwortung übernahm für sein Leben und sich ebenfalls nicht bemüht hatte, die deutsche Sprache grammatikalisch gut zu beherrschen.

Dann zeigte er mir Bilder aus Ungarn von einem Schrebergarten und ich dachte mir, wenn er in Ungarn gut verdient hätte, wäre er dort geblieben. Ich will nicht sagen, dass es sein Land ist, nur hier in Deutschland wurde er herumgeschubst oder ließ sich herumschubsen.

Er wäre hier nach zehn Jahren also vielleicht beinahe gestorben oder er hätte beinahe eine Chemotherapie durch die Ärzte erhalten, die er abwenden konnte durch meditative Techniken, während er im Krankenhaus lag. Er war zuvor eine Woche bei seiner Mutter geblieben und dadurch hatte er gelbe Augen bekommen. Diese belastende Situation führte dazu, dass ich ihn dann in die Notaufnahme zu bringen hatte.

Die Flucht aus einem Land war nicht immer die Lösung. Es war ein Weg von mehreren. Er hätte bereits früher in Deutschland bleiben können, allerdings hatte seine Mutter einen Partner, der ihn dann als eine Art Diener angesehen hätte. Hätte er diese Rolle akzeptiert, hätte er schon früher im Land bleiben können.

Ich denke inzwischen, dass jeder sein Leben aktiv in die eigenen Hände nehmen darf. Ansonsten würden sich Belastungen zeigen, die denjenigen u. U. bis an den Rande des Todes bringen konnten.

Ich habe inzwischen Toleranz für Menschen, die ihr Leben nicht leben, sondern die mehr abgeschaltet hatten. Dies konnte dazu führen, dass sich Krankheiten zeigten. Faulenzen bspw. oder ein einseitiger Lebensstil, hatten ihren Preis. Und ich würde nicht mit diesen Menschen tauschen wollen, weil diese Konditionierungen und Gewohnheiten zu durchbrechen, manchmal herausfordernd war.

Es gab Menschen für die war es eine große Hürde, die Turnschuhe anzuziehen, um zu trainieren. Also war der erste Schritt, diese Turnschuhe neben die Couch zu stellen. Nach und nach veränderte si h das Leben dieses Menschen.

Manche denken, andere hätten ein besseres Leben. Mein Fazit ist, wie schon damals mir jemand sagte, mit jemandes Leben tauschen, war nicht so prickelnd. Du wusstest nicht, in welchen Strukturen und Mustern jener Mensch verhaftet war.


Autor:

Matthias


Matthias betreibt diesen Blog und beschäftigt sich mit Online Marketing, E-Mail- und Affiliate-Marketing. Er schätzt die Natur und das, was die Menschen in ihrer Balance hält. Das weite Land und die Berge sind für ihn etwas ganz besonderes.


Der Artikel gefällt dir?

  • Weitere tolle Inhalte findest du hier:
  • Das könnte dich auch interessieren:

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}
>