Kai Michaelsen

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Die Rolle der Sozialen Medien in der Modeindustrie

Es ist kein Geheimnis, dass die Nutzung der sozialen Medien in der Vergangenheit stark angestiegen ist – sowohl auf privater – als auch auf Unternehmensebene. Über die privaten Nutzer ist viel bekannt, wie zum Beispiel über quantitative Werte bezüglich demographischer Aspekte, der beliebtesten Seiten oder der Gesamtzeit die vor allem junge Menschen täglich in den neuen Medien verbringen. Auf Unternehmensseite ist über die Nutzung der sozialen Kanäle vergleichsweise jedoch wenig bekannt, beispielsweise über die Popularität und Effektivität verschiedener Kanäle in unterschiedlichen Branchen.

Was ist also aus der Marketingperspektive die populärste Branche für die sozialen Medien?

Die Überschrift hat es bereits angedeutet: Ganz vorne sind Modemarken, denn sie haben die höchsten Zahlen an Followern, Fans oder Klicks auf Youtube. Unternehmen aus der Branche haben das Potenzial verschiedener Kanäle für Ihre Marktnische erkannt um erfolgreich interaktiv mit Ihren Zielgruppen zu kommunizieren.

Hierfür gibt es grundsätzlich zwei Gründe:

1. Kontinuierliche Marktanalyse der Modetrends

Kundenfeedbacks sowie Einblicke in Trends und Veränderungen in der Modeindustrie sind einfach durch die Nutzung von Sozialen Medien zu erlangen. Kaum eine Industrie verändert sich so schnell wie die Modebranche, denn Moden sind schließlich nur Momentaufnahmen eines Prozesses kontinuierlichen Wandels. Hinzu kommt, dass Mode ein dauerhaftes Thema in unserer Gesellschaft ist und sich Fashionliebhaber gerne über aktuelle Trends (wie zum Beispiel über schöne Cocktailkleider, Accessoires oder Stiefel austauschen) und informieren – die sozialen Kanäle sind optimal hierfür und bieten somit großes Potenzial für Marken automatisch und auf kontinuierlicher Basis Einblicke in die Branche zu erlangen. In diesem Zusammenhang agieren Fashion Brands in den sozialen Medien passiv und nutzen größtenteils „Social Monitoring“.

2. Kontinuierliche Kommunikation über die aktuelle Kollektion

Posts mit Neuigkeiten in der Branche, wie zum Beispiel Interviews mit Designern oder Berichte über Mode Events sind optimal um die anderen Kommunikationskanäle der Marke optimal zu ergänzen. Die Unternehmen können so kleine Geschichten rund um die Marke und aktuelle Trends kreieren um die jeweilige Nische (z. B. Streetwear, Elegante Mode, Vintage) zu bewerben und Traffic zu Ihren kommerziellen Seiten zu generieren. Die Anregung von Kommentaren, „Likes“ oder „Shares“ hat hierbei Top Priorität. So können Modeanbieter zielgruppen relevant kommunizieren und stetig zahlungsfreudige Kunden in der Form von Fans und Followern gewinnen – die Kommunikation erfolgt hier pro aktiv und häufig mehrmals täglich mit Fashion Liebhabern aus der ganzen Welt.

Gutes Social Media Marketing in der Modeindustrie ist mehr als Facebook und Twitter

Soweit so gut, (fast) jede Marke die etwas auf sich hält, hat mittlerweile einen Facebook oder Twitter Account. Richtig gute Modemarken haben jedoch das Potenzial weiterer Kanäle für sich erkannt um innovativ und kreativ mit Ihren Zielgruppen zu kommunizieren, wie zum Beispiel mit einem eigenen Modeblog oder einem Pinterest Account.

Ein eigener Blog ist mittlerweile ein Muss für Modemarken. Hier können Unternehmen ihre „Markengeschichten“ perfekt in Szene setzen – im Gegensatz zu einer Facebook Seite erlaubt ein Blog beispielsweise das eigene Corporate Design und eine individuelle Struktur für eine individuelle Kommunikation. Das ist besonders relevant für Luxusmodemarken, denn diese müssen Ihren Markenauftritt hochwertiger gestalten um sich von anderen Marken abzuheben und authentisch zu bleiben.

Pinterest ist eines der beliebtesten Tools und sorgt für viel Traffic zu dem Internetauftritt der jeweiligen Modemarke. Die aktuellen Designs können mit Pinterest bestmöglich in Szene gesetzt werden. Dies ist unbedingt notwendig für erfolgreiches Marketing in der Modeindustrie, denn für Fashionliebhaber sagt ein Bild mehr als 1000 Worte.

Fazit

Die Modeindustrie scheint wie geschaffen für Social Media Marketing: Kaum eine Industrie erfreut sich an einer solch zahlreich vertretenen- sowie freudigen Zielgruppen in den neuen Medien, die nicht nur gerne Informationen über die sozialen Kanäle erhalten und darüber hinaus auch noch gerne interagieren. Schlüssel zum Erfolg sind besonders einzigartige inhalte, um die Zielgruppe auf die eigene Internetseite zu locken, um von dort noch erfolgreicher im Sinne der Corporate Design und Corporate Communication perfekt zu kommunizieren und Sales der aktuellen Kollektion zu pushen.

  • 12. April 2013
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Wie mobile Technik und das Web 3.0 Marketingmaßnahmen nachhaltig geprägt haben

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© Ty Spencer / Picasa

Es ist kein Geheimnis, dass sich Marketing in den vergangenen Jahren grundlegend verändert hat. Der technologische Fortschritt, insbesondere die mobile Informationstechnologie auf Laptops, Tablets und Smartphones hat die Unternehmenskommunikation auf den Kopf gestellt. Diese Produkte haben, im Zuge der ansteigenden Popularität des Internets, die Anwendung traditioneller Marketingmaßnahmen in den Schatten gestellt und gleichzeitig den Weg für sowohl innovative als auch interaktive Kommunikationskanäle freigemacht.

Was sind genau die Vorteile dieser Marketingkommunikation aus Unternehmens- und Konsumentensicht? Zur Beantwortung dieser Frage müssen wir zunächst den Wandel der Marketingkommunikation verstehen.

Einseitige Kommunikation – die Zeit vor der Internetrevolution

Zeitungen

© Garip Benzer / Picasa

Früher nutzten Unternehmen die klassischen Kanäle der Massenmedien und kommunizierten mit ihren Zielgruppen einseitig und mit einem hohen Anteil an Streuverlust. Hierzu zählen Werbemaßnahmen im Fernsehen oder im Radio, aber auch insbesondere in den Print Medien, wie beispielsweise Anzeigen in Zeitungen oder Magazinen um Konsumenten mit dem sogenannten „Business To Consumer“ Marketing zu erreichen.

Zweiseitige Kommunikation – das Internetzeitalter

Auf Grund der „Reizüberflutung“ auf der Konsumentenseite, welche auf die Masse der Werbenachrichten in den klassischen Kanälen zurückzuführen ist und zur geringfügigen Wahrnehmung der Werbebotschaften geführt hat, kam die Entwicklung des Internets (insbesondere das Web 3.0 und mobile Technik) sehr gelegen für Unternehmen. So konnten Marketingpioniere die Kommunikation revolutionieren; aus einseitiger Kommunikation wurde zweiseitige (interaktive) Kommunikation, wobei die Zielgruppe aktiv in die Werbung eingebunden wurde.

Diese Entwicklung ist auf den ersten Blick auf den technologischen Fortschritt, insbesondere die Etablierung des Internets zurückzuführen. Auf den zweiten Blick jedoch, liegt der wahre Grund für diese Veränderung in der Marketingkommunikation jedoch eher bei den Konsumenten, welche sich in ihrem Verhalten verändert haben. Sie haben sich den traditionellen Medien abgewandt und den neuen Medien zugewandt. Wie eine aktuelle Studie der Initiative D21 zeigt, hat insbesondere die mobile Internetnutzung hierbei eine Rolle gespielt.

Das Konsumentenverhalten hat sich digitalisiert

beim Online-Einkauf

© Globotrek Backround / Picasa

Die Anzahl der E-Commerce Umsätze in Deutschland ist beispielsweise von 2009 bis 2012 von 21,5 Milliarden auf 29,5 Milliarden gestiegen, wobei Umsätze durch Tablets, Smartphones und Co. einen gehörigen Teil dazu beigetragen haben. Mobile Suchanfragen auf Google oder der Besuch mobiler Websites hat sich gleichermaßen verdreifacht und so waren die Unternehmen quasi gezwungen auf die neuen Medien zu reagieren und ihre Marketingbudgets neu auszulegen. Die Reaktion innovativer Unternehmen: Apps, Mobile SEO und PPC Kampagnen, Ortsbezogenes SMS Marketing, Mobile Voucher, Werbung in den Sozialen Medien etc. Die Anzahl der Möglichkeiten hat sich vervielfacht. Es galt bzw. gilt:

„Survival of the fittest“

Das Sprichwort des renommierten Naturwissenschaftlers Charles Dawin (1809 – 1882), trifft in diesem Rahmen auch auf Marketing als Bereich der Wirtschaftswissenschaften zu. Den letztendlich konnten nur noch solche Unternehmen langfristig erfolgreich in ihrer Marketingkommunikation sein, welche sich am besten an diese Veränderung angepasst und sich auf das Web 3.0 konzentriert haben.

Was sind die wesentlichen Vorteile der zweiseitigen Kommunikation aus Unternehmenssicht?

  • Zielgerichtetere Kommunikation durch das Sammeln digitaler Daten als Basis für eine persönlichere Kontaktaufnahme à weniger Streuverlust
  • Vereinfachung der Kontaktaufnahmen zu potentiellen Kunden durch aktive Verbreitung der Marketinginitiativen durch die Zielgruppe (z.B. bekennen zu einer Marke bei Facebook) à Erhöhung der Effizienz des Marketings
  • Erhöhung der Umsätze durch weitere Absatzkanäle

Was sind die Vorteile der zweiseitigen Kommunikation aus Konsumentensicht?

  • Mehr Einfluss auf die Marketingkommunikation
    • Konsumenten können steuern und kontrollieren welche Nachrichten sie erreichen (z.B. „liken“ als Erlaubnis für Unternehmen in den persönlichen Facebookstream zu gelangen)
    • Digitale Marketinginitiativen können durch Ad Blocker, Pop Up Blocker etc. vermieden werden
    • Erhöhung der Kommunikationsrelevanz auch auf Konsumentenseite
  • Mehr Macht am Markt
    • Konsumenten können ihre Meinung schnell und einfach in den sozialen Medien verbreiten und haben auf Grund der Popularität dieser Medien und dessen „öffentlichen Charakter“ einen höheren Einfluss auf Unternehmen
    • Unternehmen sind gezwungen den Konsumenten zuzuhören bzw. in der Öffentlichkeit auf ihre Belange zu reagieren
  • Mehr Markttransparenz
    • Konsumenten können den Markt mit ihren mobile Geräten genau untersuchen und sind flexibler bei Kaufentscheidungen

Fazit

Tablet Benutzer Illustration

© Expert.Beginner / Picasa

Im Allgemeinen hat das Web 3.0 und die Nutzung von Tablets oder Smartphones Vorteile auf Unternehmens- als auch auf Konsumentenseite geschaffen. Letztendlich profitiert der Konsument jedoch mehr von den Möglichkeiten des Internets, weil er mehr Kontrolle und Macht am Markt bekommen hat. Durch die mobilen Geräte wurde der Markt transparenter, denn nun kann der Konsument den Markt selber „durchleuchten“ und zunehmend auswählen, welche Werbebotschaften ihn erreichen. Moderne Technik hat den Konsumenten die Möglichkeit gegeben ihr Konsumverhalten zu verändern (bzw. zu ihren Gunsten zu verbessern). Unternehmen, die am Puls der Zeit agierten und diesen Wandel schnell erkannt haben, konnten unter Berücksichtigung dieser Entwicklung umsatzstarke Marketingkanäle für sich entdecken – dank Web 3.0 und mobiler Technik!

  • 19. Januar 2013
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