Einkauf von Adressdaten potentieller Kunden (Leadkauf) – Vorteile / Nachteile / Wann der Kauf Sinn macht

Häufig gestellte Fragen:

Was sind Leads?

Leads stehen für Kontakte, die jemand generiert hat. z. B. durch sog. Optin-Seiten, die Namen, E-Mail-Adresse und Telefonnummer eines Webseitenbesuchers abfragen.

Was kann ich mit Leads anfangen?

Leads stehen für Kontakte, d.h. mit dem Kauf von 1 Lead steht einem 1 Kontakt zur Verfügung, den man kontaktieren kann.
Meistens werden Leads mit

  1. Namen und E-Mail-Adresse oder
  2. Namen, E-Mail-Adresse und Telefon-Nr. angeboten.

Die in a) gekauften Leads könnte man z. B. per E-Mail anschreiben, auch wiederholt. Die unter b) gekauften Leads könnte man zudem auch anrufen.

Woher weiß ich, dass die Daten stimmen?

Wenn man Leads kauft, prüft der Anbieter vorab, ob die Daten stimmen und derjenige wirklich eingewilligt hat, kontaktiert zu werden.

Werden Leads inkl. Telefonnummer gekauft, prüft der Lead-Anbieter die Telefonnummer, in dem er dort anruft und nachfragt, ob die telefonische Kontaktaufnahme gewünscht war.

So ist sichergestellt, dass man nur Leads erhält, die man ohne Sorge kontaktieren kann.

Vorteile des Lead-Kaufes:

  • Zeitersparnis. Man braucht weniger Leads selbst generieren.
  • Die gekauften Leads werden frisch generiert, d.h. man weiß sicher, dass der jeweilige Kontakt Interesse an einer Kontaktaufnahme hat.
  • Feste Preise pro Lead, mit denen man kalkulieren kann. Zahlt man z. B. 2 Euro für jeden Lead und man verdient im Schnitt mit jedem Lead 5 Euro, lohnt sich das Geschäft.

Nachteil des Lead-Kaufes:

  • Man geht finanziell in Vorleistung und weiß erst nach ersten Auswertungen, ob sich der Lead-Kauf gelohnt hat.
  • Es ist unklar, ob sich die gekauften Leads auch für die eigenen Angebote interessieren.
    Leads lassen sich im Normalfall nur nach Zielgruppen einkaufen. Beispiele für Zielgruppen:

    • Interesse an Nebenverdienst
    • Interessiert an Finanzprodukten
    • Interesse an Gewichtsabnahme

Wann macht der Leadkauf Sinn?

  • Wenn man fest kalkulieren kann. Folgende Kennzahlen sind wichtig:
    – Wie viele Leads braucht es, damit 1 Verkauf zustande kommt?
    – Wie viel bringt dieser 1 Verkauf ein?
    – Wie hoch ist der Verdienst pro Lead? Man rechnet: (Beispielrechnung)
    a) 10 Leads bringen 1 Verkauf,
    b) 1 Verkauf bringt nach Abzug von Steuern: 50 Euro
    c) Der Verdienst pro Lead beträgt 5 Euro.
    Ergebnis: Man darf maximal 5 Euro pro Lead ausgeben.
  • Der Leadkauf lohnt sich am meisten beim Verkauf von Produkten mit hohen Margen, teuren Coachings und gewinnträchtigen Versicherungsabschlüssen.
  • Der Leadkauf lohnt sich häufig nicht, wenn man nur wenig Geld pro Kontakt verdient, sprich: Wenn man günstige Produkte verkauft oder durch deren Empfehlung Geld verdient.

Was sind Alternativen zum Leadkauf?

  • Ein eigenes Partnerprogramm anbieten.
    Andere (sog. Affiliates, die eigenen Werbepartner) übernehmen dabei die Kundengewinnung und man bezahlt sie, indem man sie prozentual an den erzielten Umsätzen beteiligt. Als Alternative zur Leadgenerierung kann man die Werbepartner auch für jeden generierten Newsletter-Eintrag entlohnen. Gängige Vergütungen liegen zwischen 20 Cent und 2,00 Euro/Lead.
  • Selber Leads sammeln.
    z. B. indem man einen eigenen Blog betreibt, welcher die eigene Zielgruppe anspricht.

    • Dafür überlegt man sich, was die größten Probleme der Leute sind und schreibt dazu problemlösende Artikel.
    • Danach optimiert man die Artikel für die Suchmaschinen, verlinkt die Artikel über Social-Media, schreibt Gastbeiträge und verlinkt dabei auf die eigene Seite, sucht nach Keywords, nach denen viele suchen und schreibt dazu zielgerichtete Artikel.
    • Diese Artikel, auf dem eigenen Blog, lesen dann die Besucher der Seite. Die Artikel müssen die Zielgruppe ansprechen und ihnen einen Mehrwert bieten. Ein Blog, voll mit werbenden Texten, bringt gar nichts.
    • An passender Stelle (in der Sidebar, unterhalb der Artikel, als Exit-Lightbox) bietet man den Lesern dann einen Anreiz, sich in den Newsletter einzutragen (der Newsletter ist die Leadliste), in dem man ihnen etwas schenkt. z. B.
      • ein E-Book (PDF-Report)
      • einen Videokurs
      • ein How-To-Tutorial / eine Wie-geht-das Anleitung
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  • Updated 3. März 2016
Matthias Szilagyi
 

Matthias Szilagyi ist Onlinemarketer. Es macht ihm Spaß, Produkte zu bewerben sowie Wissen und Erfahrungen weiterzugeben. Das ganze nebenberuflich und stressfrei.