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Kategoriearchiv für „Infoprodukte“

eCommerce Software vs. Membership-Seite mit Zahlungsanbieter-Integration

Im heutigen Artikel möchte ich auf die Unterschiede dieser beiden Formen und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile eingehen, um Informationsprodukte online zu vertreiben.

eCommerce Software

eCommerce Software kommt bei den meisten Online-Shops zur Verwendung, die physische Produkte vertreiben. Bei diesen Softwarelösung gibt es Schnittstellen für den Import und Export von Daten, z. B. für die Buchhaltung und die Möglichkeit, die Verkaufsprozesse vom Bezahlen der Ware bis zum Versand der Produkte zu automatisieren. Auch Betreiber sogenannter eBook-Shops und Verkäufer von eBook-Lizenzpaketen greifen häufig auf eCommerce Software zurück, da es hier sehr einfach geht, neue Produkte anzulegen und diese in den Shop zu integrieren.

Vorteile:

  • Einmalige Einrichtung aller Prozesse
  • Einfaches Anlegen zusätzlicher Produkte
  • Integrierte Schnittstellen, z. B. für einen E-Mail-Marketing-Dienstleister wie GetResponse und zu Zahlungsanbieter oder ein Partnerprogramm
  • Günstige Transaktionsgebühren von unter 2% in der Verkaufsabwicklung, z. B. via Paypal oder Sofort-Überweisung

Nachteile:

  • Eignet sich beim Verkauf digitaler Produkte nur für einmalige Download-Inhalte wie Skripte und eBooks
  • Erstellung einer eigenen Verkaufsseite für die jeweiligen Produkte ist mit den meisten eCommerce-Softwarelösungen nicht möglich
  • Weniger geeignet für Mitgliederseiten, da die Einbindung eines Forums oder eines geschützten Mitgliederbereichs schwierig ist

Für folgende Einsatzzwecke am besten geeignet:

  • Verkauf digitaler und physischer Produkte
  • Verkauf von Dienstleistungen
  • Verkauf von Seminar/Webinar-Tickets
  • Verkauf von Coachings (Offline wie Online, z. B. via Skype)

Membership-Seiten mit Zahlungsanbieter Integration

Auf diese Lösung setzen die meisten Verkäufer von digitalen Produkten, wie eBooks, Mitglieder-Seiten mit Text-, Audio- und Videoinhalten und Online-Coachings. Der Vorteil bei dieser Lösung ist, dass der ganze Webauftritt bei dieser Lösung wie aus einem Guss wirkt. Als Basis dient häufig das kostenlose WordPress Content-Management-System und als Ergänzung kommen noch 1-2 kostenpflichtige Plugins zum Einsatz, die aus einem einfachen WordPress-Blog eine komplexe Mitglieder-Seite machen.

Vorteile:

  • Sehr individuelle Gestaltung der kompletten Webseite
  • kostengünstig umsetzbar mit WordPress und z. B. dem Theme OptimizePress und dem Plugin Digimember
  • Ideal für Projekte mit Mitgliederbereichen: bereitgestellte Online-Videos, Abo-Kurse mit zeitversetzt freigeschalteten Inhalten, internes Forum

Nachteile:

  • Für jedes einzelne Produkt ist es notwendig, eine komplette Webseite einzurichten und die Prozesse (Seiten anlegen, Produkt beim Zahlunganbieter anlegen) jeweils erneut zu integrieren
  • Für eine einfache Integration eines Partnerprogramms ist es nötig, auf einen Zahlungsanbieter (z. B. Clickbank, Digibank oder ShareIT) zu setzen, der die komplette Abwicklung übernimmt und daher Gebühren zwischen 7-15% vom Verkaufspreis entstehen.

Für folgende Einsatzzwecke am besten geeignet:

  • Verkauf von Download-Produkten mit Zusatzinhalten wie Video-Tutorials
  • Verkauf von umfangreichen Mitgliedschaften in Form eines monatlich kündbaren Abos
  • Verkauf von Mitgliedschaften mit mehreren (upgradebaren) Leveln (z. B. für Anfänger und Fortgeschrittene)

Fazit

Es ist möglich, sowohl mit dem Einsatz einer eCommerce-Software als auch mit einer Membership-Seite mit Zahlungsanbieter-Integration erfolgreich Produkte jeder Art zu verkaufen. Programmieren lässt sich alles, es ist somit letztlich auch eine Budget-Frage, für welche der Lösungen Sie sich entscheiden. Meine Empfehlung ist, schauen Sie, was Sie online anbieten und verkaufen möchten und halten Sie sich anschließend an die empfohlenen Einsatzzwecke.

 

  • 2. April 2013

PLR-Lizenz vs. Reseller-Lizenz

Gewinner ist die PLR-Lizenz

Inhalte mit PLR-Lizenz dürfen Sie frei, für jeden beliebigen Zweck, verwenden. Daher ist die PLR-Lizenz der klare Gewinner unter den verschiedenen am Markt erhältlichen Lizenzmodellen für digitale Inhalte (meist eBooks/Videokurse).

Kaufen Sie Inhalte stets mit PLR-Lizenz, sofern mehrere Lizenzmodelle angeboten werden.

Reseller-Lizenzen bieten sehr viel eingeschränktere Rechte. Oft dürfen Sie die Inhalte überhaupt nicht abändern (weder Titel und Produktcover, noch Inhalte und interne Links). Vom Kauf einer nicht veränderbaren Reseller-Lizenz würde ich abraten, wenn Sie die Möglichkeit haben, genauso eine PLR-Lizenz zu erwerben. Bei Reseller-Lizenzen ist es z. B. nicht möglich ist, sich als Autor bzw. Experte des jeweiligen Themas auszugeben. Auch ist es nicht möglich, die Inhalte zu verändern, auf dem aktuellsten Stand zu halten oder Inhalte hinzuzufügen. Lesen Sie bei Zweifeln an der jeweiligen Lizenz die Lizenzbedingungen oder fragen Sie beim Verkäufer der Lizenz nach, welche Rechte Ihnen beim Erwerb zustehen. Klären Sie Zweifel an den Rechten unbedingt vor dem Vermarktungsbeginn.

PLR-Material ist gut dafür geeignet, zusätzliche Informationen zu einem Thema einzukaufen.

Beispiele:

a) Verwendung von PLR-Material in einem eBook:
  • Passende Inhalte können ins eBook eingefügt werden.
  • Es besteht keine Gefahr von doppeltem Content, da ein Verkaufs-eBook nicht öffentlich ersichtlich ist.
b) Verwendung von PLR-Material als Content für Blogs und Artikelverzeichnisse
  • Inhalte sollten nicht per Copy&Paste übernommen werden.
    Es ist möglich, dass die gleichen Informationen bereits in anderen Online-Portalen veröffentlicht wurden.
  • Vor der Veröffentlichung sollten die Inhalte umschrieben werden, sofern Sie nicht alleiniger Lizenznehmer sind.

Vorsicht bei Reseller-Material

Material mit dieser Lizenz kann schwieriger zu vermarkten sein, da Sie die Inhalte nicht anpassen können. Sie müssen das Material so wie es ist verkaufen. Meist darf Reseller-Material auch nicht verschenkt oder gratis weitergegeben werden, sondern nur für einen festgelegten Mindestpreis verkauft werden.

Das ist besonders dann von Nachteil, wenn es zahlreiche Mitbewerber gibt, die das selbe Material ebenfalls verkaufen. Meist fällt der Preis dann bis zu einem vom Verkäufer der Reseller-Lizenz angegebenen Mindestverkaufspreis, zu dem das Produkt auf den meisten Verkaufsseiten der Konkurrenten verkauft wird.

Verkaufen Sie das Material dann für 29,70 und Ihr Konkurrent es für 9,97 Euro – ist das zwar nicht weiter schlimm, denn Ihr Interessent weiß noch nicht, dass das Produkt wo anders für 9,97 Euro verkauft wird. Sucht er jedoch interessehalber mit Google nach dem Produktnamen (was inzwischen fast schon ein Standard ist, um sich vor Online-Abzockern zu schützen), werden Sie den Interessenten verlieren, da er jetzt auf zahlreiche Angebote des eBooks für 9,97 Euro stößt. Im letzten Schritt wird er sagen: „Danke, Google.“ und das Produkt bei einem Mitbewerber kaufen. Ärgerlich ist das besonders dann, wenn Sie Geld in die Werbung investiert haben. Noch ärgerlicher ist es, dass Sie nicht einmal wissen, wie viel Prozent Ihrer Interessenten Sie dadurch verlieren.

Um Material mit Reseller-Rechten erfolgreich am Markt verkaufen zu können, sollte es Ihnen möglich sein, zumindest das Buchcover und den Buchtitel verändern zu dürfen. Nur so haben Sie eine realistische Chance für eine Gewinnerzielung.

[ois skin=“Netzreseller eBook“]
  • 17. Januar 2013
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Mit effektiver Conversion zu mehr Interessenten und Kunden

Was die die Conversion ist und warum ist sie so wichtig

Die Conversion sagt aus, wie viele Besucher einer Webseite eine vorher festgelegte Aktion durchführen.

Bei reinen Verkaufsseiten ist es die Anzahl der Besucher, die ein Produkt kauft.
Bei Lead-Seiten, die nur dazu dienen, vorab die E-Mail-Adresse des Besuchers einzusammeln, ist es die Eintragungsrate in den Newsletter.
Und bei Affiliate-Seiten ist es die Anzahl der Besucher, die auf der vermittelten Partnerseiten ein Produkt kaufen oder eine vergütete Aktion durchführen (z. B. auf der Partnerseite an einer Umfrage teilnehmen oder eine kostenlose Produktprobe anfordern)

Die Conversion wird in % (Prozent) gemessen. Man spricht auch von der Conversionrate (Das Verhältnis von durchgeführten Aktionen gemessen an der Gesamtanzahl der Besucher einer Webseite).

Warum mit der Conversion der Erfolg eines Online-Geschäftsmodells steht und fällt

Die Conversionrate sagt etwas über die Effizienz einer Webseite aus. Hohe Conversions senken die Werbekosten erheblich. Steigt die Conversionrate z. B. von 0,3 auf 0,6%, verringern sich die Werbeausgaben je Verkauf um 50%. Steigt die Conversionrate von 1% auf 1,5%, verringern sich die Werbeausgaben um 33%, was immer noch sehr viel ist.

Die Conversionrate ist somit der gewinnbringenste Faktor im Online-Geschäft. Besondern auch deshalb, weil jeder im Wertschöpfungsprozess davon profitiert.

Der Produktverkäufer senkt seine Werbekosten bzw. kann mit dem gleichen Werbebudget mehr Umsatz generieren.
Die Affiliates erhalten höhere Provisionen, da mehr Verkäufe entstehen.
Das Produkt erreicht eine höhere Bekanntheit, weil mehr Menschen es kennen, nutzen und darüber berichten.
(Und der Staat erhält nebenbei auch noch höhere Steuereinnahmen.)

Möglichkeiten zur Conversion Steigerung

Die Möglichkeiten zur Conversion Steigerung sind umfangreich und ein Thema für sich. Ich habe für Sie deshalb einen Report vorbereitet, der dieses Thema sehr detailliert, mit Blick auf das Wesentliche aufbereitet.

Sie können ihn sich jetzt sofort, hier herunterladen.

[ois skin=“Netzreseller eBook“]

 

Conversion Qualitätssicherung

Falls Sie sich dazu entschließen, Ihre Webseiten inhaltlich und grafisch zu verändern, sollten Sie Änderungen nicht blind vornehmen. Verändern Sie 1 Element, von dem Sie sich eine höhere Conversion erwarten und Splittesten Sie die alte, unveränderte Variante Ihrer Webseite gegen die neu angepasste Variante.

Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass sich Ihre Conversions nicht verschlechtern. Auf das Thema Splittesten gehe ich ausführlich im Artikel: Splittesten – Umsatzsteigerung für Verkaufs-, Lead- und Affiliateseiten ein.

Setzen Sie sich mit diesem wichtigen Thema auseinander, falls Sie dem bisher wenig oder keine Beachtung geschenkt haben. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit Ihren Webseiten.

Viele Grüße
Matthias Szilagyi

 

  • 25. Oktober 2012

Umsätze mit Online-Verkaufsseiten

Eine Umfrage des Infomarketing-Portals Digitale-Infoprodukte hat ergeben, dass über 52% der Teilnehmer mit ihren Verkaufsseiten im Internet keine nennenswerten Umsätze erzielen.

  • 9% erzielen Umsätze bis 250 Euro pro Monat
  • 6% Umsätze bis 500 Euro
  • 8% Umsätze bis 1.000 Euro
  • 6% Umsätze bis 2.500 Euro
  • 5% Umsätze bis 5.000 Euro
  • 16% Umsätze über 5.000 Euro

Was sagt die Statistik aus

27% aller Teilnehmer (das sind mehr als 1/4!) machen mit ihren Verkaufsseiten monatlich über 1.000 Euro Umsatz. Aus meiner Sicht ist das zufriedenstellend und ein guter Indiz dafür, dass es vielen Teilnehmern gelingt, ihr Ziel zu erreichen: Geld mit Hilfe von Online-Marketing zu verdienen.

Dem gegenüber steht, dass mehr als die Hälfte der Teilnehmer (52%), keine nennenswerte Erträge mit ihren Verkaufsseiten erwirtschaften. Aus meiner Sicht liegt die Begründung für diesen hohen Prozentsatz in der Leichtgläubigkeit vieler Neueinsteiger, dass es simpel und ohne Vorkenntnisse auf Knopfdruck möglich ist, mit Infoprodukten Geld zu verdienen (wie es so häufig in Werbeversprechen angepriesen wird).

Prognose für die Zukunft

Der Umsatz im Internethandel in Deutschland ist beträchtlich und wird weiterhin ansteigen. Die Hemmschwelle, Zahlungen im Internet durchzuführen fällt immer mehr und Online-Zahlungsstandards wie Paypal oder Sofortüberweisung haben sich bereits etabliert. Das Internet integriert sich immer weiter in unseren Alltag, was neue Chancen eröffnet, Produkte über das Internet zu vertreiben. Selbst auf Smartphone’s ist es heute möglich, Zahlungen zu tätigen und einzukaufen.

Die Prognose für die Zukunft ist positiv. Um die Entwicklung genauer einschätzen zu können, lohnt ein Blick auf den amerikanischen Markt. Der deutschen Markt befindet sich im Vergleich zum Amerikanischen etwa 3-4 Jahre im Rückstand.

Freundliche Grüße,
Matthias Szilagyi

  • 3. Juli 2012
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Reseller/Master-Reseller/PLR-Lizenzen – Unterschiede der einzelnen Lizenzformen

Lizenzen geben vor, wie man Inhalte nutzen darf. Die Lizenz mit der größtmöglichen Freiheit ist die PLR Lizenz.

Mit der PLR-Lizenz darf man Inhalte nutzen, als wäre man selbst der Autor. Man darf sie umschreiben, übersetzen und auf der ganzen Welt verkaufen - auch unter anderem Namen. (Sofern es nicht untersagt ist, darf man die Inhalte auch mit PLR-Rechten weiterverkaufen.)

​Es gibt nicht nur die PLR-Lizenz. Häufig am Markt vertretene Lizenzformen für digitale Inhalte sind:

  • Reseller Lizenz (Wiederverkaufs-Lizenz)
  • Master Reseller Lizenz (Erweiterte Wiederverkaufs-Lizenz)
  • PLR Lizenz (Private Labeling Lizenz - beliebige Nutzung)
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  • Updated 15. August 2017