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Die 10 häufigsten Gründe, warum Verkaufsseiten nicht konvertieren

Haben Sie mit Ihren Verkaufsseiten bisher nur mäßigen Erfolg und wollen sich jetzt praxiserprobte Anregungen holen? Dann sind Sie hier genau richtig.

Ich verrate Ihnen jetzt die 10 häufigsten Gründe, warum Ihre Verkaufsseiten alles, außer eines tun, verkaufen.

Grund Nr. 1 – Sie vermitteln, warum Sie das Produkt für das Beste am Markt halten

Wenn Sie selbst Ihren Verkaufstext lesen, würden Sie das Produkt wahrscheinlich sofort und ohne zu zögern kaufen.

Es geht jedoch nicht darum, was Sie davon halten, sondern was Ihr Kunde davon hat.

Geben Sie ihm diese Kundenvorteile klar vor. Denken Sie aus Kundensicht.

  1. Fragezeichen-blauWelches Problem hat Ihr Kunde?
  2. Was können Sie ihm geben? Wie beweisen Sie ihm, dass Sie der richtige Ansprechpartner für Ihn sind?
  3. Wie fühlt sich Ihr Kunde? Gehen Sie darauf ein. Jeder Mensch möchte verstanden werden.

Gehen Sie auf diese Punkte in Ihrem Verkaufstext oder -video ein.

Umschreiben Sie Fachbegriffe leicht verständlich. In den meisten Fällen verstehen Ihre Kunden kein Fachchinesisch und sie können bei Sätzen die welche enthalten nicht überzeugen. Eher verwirren Sie damit Ihre Kunden.

Sprechen Sie in einer Sprache, die Ihre Kunden-Zielgruppe in Ihrem Alltag spricht. Schreiben Sie kurze Sätze. Solche Sätze sind leichter verständlich. Ihr Leser braucht sich weniger anstrengen. Er begreift dadurch Zusammenhänge leichter und kann leichter Ihrem roten Faden folgen.

Grund Nr. 2 – Ihr Kunde weiß nicht, was er tun soll

Kunde-Unklarheiten-FragenSie selbst wissen es. Ihr Kunde soll auf den „Jetzt kaufen“ Button am Ende Ihrer Webseite klicken, danach seine persönlichen Daten eingeben und im letzten Schritt das Produkt in den Händen halten und nutzen.

Gehen Sie auf diese entscheidenden Schritte ein:

  1. Teilen Sie Ihrem Kunden bereits vorab mit, wie es weitergeht.
  2. Was er genau tun soll.

Vergessen Sie dabei nicht, zum Abschluss dieser Handlungsanweisung noch einmal auf seine Vorteile durch den Produktkauf einzugehen.

  • – Bei einem Verkauftext wäre das ganz zum Schluss im „PS:“ Teil.
  • – In Verkaufsvideos fügen Sie am Ende Ihrer Präsentation noch 1-2 Folien ein, in denen Sie nochmals die Alleinstellungsmerkmale und die Kundenvorteile nennen.

Grund Nr. 3 – Sie betrachten Ihr Produkt als „nur eine Sache“

Bohrer-Foto

Kunden wollen keine Bohrer. Sie wollen die Löcher in der Wand.

Doch das Produkt ist für Ihre Kunden nie „nur eine Sache“.

Ihr Kunde erhofft sich dadurch, eine Problem zu lösen. Er möchte sich damit entweder

  • a) gut fühlen
  • oder b) Schmerzen vermeiden.

Sagen Sie Ihrem Kunden, wie er sich nach dem Kauf fühlen wird. Was er durch Anwendung der Produktinhalte erreichen wird.

Und/Oder, sagen Sie Ihrem Kunden, welche Schmerzen er sich dadurch erspart und welche Nachteile ihm ansonsten noch alle bevorstehen, wenn er Ihr Produkt heute nicht kauft.

Grund Nr. 4 – Sie grenzen Ihr Produkt nicht von Ihren Mitbewerbern ab

Kurz gesagt: Ihr Produkt hat kein Alleinstellungsmerkmal.

Oder: Ihr Produkt hat zwar ein Alleinstellungsmerkmal, aber entweder

  • a) kennen Sie es nicht, weil Sie sich noch nie darüber Gedanken gemacht haben
  • oder b) Sie kommunizieren es in Ihrem Verkaufstext oder -video nicht.

Denken Sie daran: Sagen Sie Ihrem Kunden, warum Ihr Produkt das Beste ist.

Erarbeiten Sie Alleinstellungsmerkmale und kommunizieren Sie diese klar.

Grund Nr. 5 – Sie verzichten darauf, die E-Mail-Adresse Ihrer zukünftigen Kunden einzusammeln

VE-Mail-Goldenes-Logoiele Kunden gelangen auf Ihre Verkaufsseite und kaufen nicht, weil Sie sie nicht kennen und Ihnen nicht vertrauen. Statistiken haben erwiesen, dass Kunden i.d.R. erst nach dem 7. Besuch Ihrer Webseite ein Produkt kaufen.

Daher ist es wichtig, dass Sie von all Ihren Kunden, die Ihre Webseite verlassen möchten und nicht gekauft haben, deren E-Mail-Adresse einsammeln, bspw. indem Sie einen Bonus für diesen E-Mail-Eintrag anbieten.

Bieten Sie z. B.

  • – einen PDF-Report,
  • – einen E-Mail-Kurs
  • oder eine kostenlose Videoreihe an.

Verschicken Sie jeden Tag eine E-Mail und zu anfangs ausschließlich hochwertigen Mehrwert, ohne werbliche Inhalte.

  • – Nach der 5. oder 6. E-Mail können Sie dann Ihr erstes Angebot machen.
  • – Nach 1 Woche, reduzieren Sie Ihre E-Mails auf 2-3 E-Mails pro Woche.

Damit Sie hierbei keinen Aufwand haben, erstellen Sie hierfür einen Autoresponder, der diese E-Mail-Serien automatisiert zum richtigen Zeitpunkt an Ihre potenziellen Kunden verschickt.

Hier finden Sie eine Auflistung empfehlenswerter Anbieter für erfolgreiches E-Mail-Marketing.

Grund Nr. 6 – Sie rechtfertigen den Preis nicht

Banknoten-10Euro-20EuroFragen Sie sich: Warum ist gerade Ihr Produkt seinen Preis wert?

Sie können hier z. B. bei einem Geld-verdienen eBook darauf verweisen, wie viel Geld einem Kunden in 30 Tagen durch die Lappen geht, wenn er Ihr Produkt nicht kauft.

Oder Sie legen Ihrem Produkt zahlreiche Zugaben bei, die Sie jeweils mit einem Preis versehen, z. B.

  • – Hauptprodukt – Wert 59,- Euro,
  • – Bonus 1 – Wert 29,- Euro,
  • – Bonus 2 – Wert 39,- Euro,
  • – Bonus 3 – Wert 27,- Euro.
  • – Gesamtwert: 152,- Euro.

Dann streichen Sie den Gesamtwertpreis von 152,- Euro rot durch und schreiben darunter:

  • Nur für kurze Zeit: 47,- Euro.

Ergänzend können Sie noch dazu schreiben: Nur noch 7 Exemplare verfügbar.

Machen Sie Ihrem Kunden ein zeitlich begrenztes TOP-Angebot:

Als Ergänzung können Sie noch ein Skript auf Ihrer Verkaufsseite einsetzen, welches z. B. diesen Sonderpreis für 47,- Euro nur in den ersten 30 Minuten des Besuchs Ihrer Verkaufsseite anbietet und danach den Preis auf z. B. 67,- Euro ansteigen lässt.

Grund Nr. 7 – Sie haben sich keinen Expertenstatus rund um Ihr Produkt, Ihr Unternehmen bzw. Ihre Person geschaffen

Experten-sind-erfolgreich

Experten vertrauen wir. Von Experten kaufen wir.

Kunden kaufen Produkte bevorzugt von Personen und Unternehmen, die als Experten im jeweiligen Bereich gelten. Stellen Sie also sicher, dass Sie als Experte wahrgenommen werde.

  • – Nennen Sie sich Experte.
  • – Schreiben Sie Gastartikel für Zeitschriften, bekannte Blogs und News-Portale.
  • – Richten Sie sich eine persönliche Webseite ein, in der Sie sich und Ihre Kompetenzen präsentieren.
  • – Sammeln Sie Kundenmeinungen, die Sie auf Ihrer Webseite veröffentlichen.
  • – Lassen Sie Ihr Produkt von unabhängigen Instanzen testen.
  • – Geben Sie Interviews.

Grund Nr. 8 – Sie sind kein Verkaufstexter und texten Ihre Werbetexte selbst

Fuellfederhalter-zum-schreibenHier geraten Sie leicht in die Falle, Verkaufstexte und Webdesigns zu verwenden, die für Ihre bisherige Zielgruppe, Bsp. Markt: Geld verdienen im Internet, gut funktioniert haben, in einer anderen Nische aber völlig ungeeignet ist.

Wenn Sie Ihre Verkaufstexte wirklich selber schreiben wollen oder müssen, weil Ihnen das Budget fehlt, dann suchen Sie ähnliche Produkte aus der jeweiligen Nische und studieren genau deren Leadseiten (das sind die Seiten, mit denen versucht wird, die E-Mail-Adresse des Interessenten einzusammeln), Verkaufsseiten und E-Mail-Marketing.

Haben Sie diese Webseiten studiert, erstellen Sie eine ähnliche Webseite, die genau die selben psychologischen Elemente und eine ähnliche Strukturierung und grafische Gestaltung aufweist.

Grund Nr. 9 – Ihr Produkt ist Ihrer Zielgruppe unbekannt

Lassen Sie Ihr Produkt testen. Starten Sie einen Beta-Test.

Als Beta-Tester suchen Sie sich Personen oder Unternehmen, die eine hohe Reichweite haben, z. B. Newsportal-Betreiber, Themenblogs, YouTuber.

Lassen Sie diese Leute abschließend einen Erfahrungsbericht schreiben, auf den Sie sich dann auf Ihrer Verkaufsseite beziehen können.

Eine zweite Möglichkeit sind Pressemeldungen. Nutzen Sie hierfür die gängigen Presseportale. Hier finden Sie eine Übersicht.

Grund Nr. 10 – Ihre Landing-Page (auf der der Erstkontakt mit dem Kunden stattfindet) ist nicht auf den Kunden abgestimmt

KWebseitenanzeige-auf-Bildschirmennen Sie diese Landing-Pages, die unzählige Links enthalten. z. B. die Hauptseite eines Onlineshops, auf der sich der Kunde erst noch das passende Produkt raussuchen soll, dass er kaufen möchte?

Das ist der Erfolgskiller Nr. 1 bei Online-Shop-Verkäufern. Diese vergessen, für jedes einzelne Produkt eine eigene Verkaufsseite bzw. Landing-Page zu erstellen, auf die die Kunden geleitet werden und über das Produkt informiert werden.

Im zweiten Schritt geht es dann erst zum Online-Shop und der Möglichkeit, das Produkt jetzt zu kaufen.

7 weitere Gründe, die Besucher davon abhalten, auf Verkaufsseiten zu kaufen:

  1. Ihre Webseite für die Verkaufsabwicklung ist nicht SSL-verschlüsselt.
    Lösung: Setzen Sie auf einen Zahlungsanbieter wie Digistore24, Clickbank oder Share*IT. Diese bieten Ihnen sichere Abwicklungsmöglichkeiten.
  2. Ihre Domain ist unseriös.
    Lösung: Setzen Sie auf seriöse Domain-Endungen, wie z. B.: de, com, net, eu, org, biz und info.
  3. Es gibt kein Impressum oder darin ist nur eine ausländische Briefkastenadresse genannt.
    Lösung: Verwenden Sie wo immer möglich eine unauffällig wirkende Angabe. Geben Sie in jedem Fall eine auch wirklich erreichbare Telefonnummer und E-Mail-Adresse an und begründen Sie, wenn möglich, Ihre Angabe einer solchen Adresse.
  4. Sie sind nicht erreichbar. Sie reagieren nicht auf Telefon- oder E-Mail-Anfragen.
    Lösung: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Interessenten und Kunden Sie immer erreichen. Setzen Sie ggf. auf einen Anbieter wie eBuero, um das sicherzustellen. Geben Sie auf all Ihren Webseiten stets eine Telefonnummer an, unter der man Sie erreichen kann.
  5. Ihre Webseite lädt zu langsam.
    Lösung: Stellen Sie sicher, dass Ihre Webseite den Besucherströmen gewachsen ist. Ansonsten passiert es, dass die Webseite nur sehr langsam lädt oder überhaupt nicht angezeigt wird, da der Server überlastet ist.
  6. Ihr Verkaufsvideo ruckelt.
    Lösung: Hosten Sie Ihre Videos nicht selbst auf Ihrem Server und auch nicht bei YouTube. YouTube-Videos werden bei einigen Nutzern nur ruckelnd angezeigt und Ihr eigener Server ist schnell überlastet, wenn sich viele Besucher gleichzeitig Ihr Video ansehen. Setzen Sie für Ihr Videohosting auf folgende Services: Amazon S3, Vimeo oder Wistia.
  7. Ihr Verkaufspreis ist zu hoch.
    Lösung: Machen Sie allen Besuchern, die bei Ihnen nicht kaufen, z. B. über eine Exit-Lightbox, ein besonderes Angebot. Kostet Ihr Produkt z. B. 97,- Euro, erstellen Sie eine Light-Version Ihres Produkts, welches 17,- Euro kostet. Versuchen Sie, so viele Besucher wie möglich für Ihre Angebote zu gewinnen. Auch wenn Ihnen geringe Umsätze nicht lohnenswert erscheinen, denken Sie daran: Sie können dadurch Vertrauen aufbauen und diesen Kunden zu einem späteren Zeitpunkt per E-Mail-Marketing weitere Angebote zukommen lassen.

Ihnen fallen weitere Gründe ein?

  • Erzählen Sie uns davon.
  • Gibt es noch andere triftige Gründe, warum Verkaufswebseiten nicht verkaufen?
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  • Updated 21. Dezember 2014
Matthias Szilagyi
 

Matthias Szilagyi ist Onlinemarketer. Es macht ihm Spaß, Produkte zu bewerben sowie Wissen und Erfahrungen weiterzugeben. Das ganze nebenberuflich und stressfrei.